Spaß am Sport: Kreiskinderturnfest in Crailsheim

Mit über 250 Kindern und Jugendlichen am Start ging das Kreiskinderturnfest am vergangenen Sonntag in Crailsheim über die Bühne.

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Früh aufstehen und alles geben hieß es für die Teilnehmer am Turnfest in Crailsheim. Bereits um neun Uhr morgens starteten die leichtathletischen Disziplinen wie Laufen und Weitsprung im Schönebürgstadion. Trotz regnerischem Wetter wurde der Zeitplan eingehalten. Für den Großteil ging es in der Karlsberghalle weiter. Dort galt es, sich in den Turn-Disziplinen Sprung, Bodenturnen, Schwebebalken, Stufenbarren und Reck zu behaupten.

Das Turnfest verlange zwar viel Organisation und Zeit im Voraus. „Trotzdem macht es Spaß, und wir machen es gerne für die vielen Kinder“, sagt Irmgard Wappler, Verantwortliche des Turnkreises. In diesem Jahr war der VfR für die Bewirtung zuständig. „Die Aufgaben werden unter allen Vereinen aufgeteilt, und wir stellen das Fest gemeinsam auf die Beine“, erklärt Wappler.

Während die Älteren ihre Disziplinen in der Karlsberghalle meisterten, fand für den Nachwuchs ab vier Jahren ein Spielturnwettbewerb in der Großsporthalle statt. „Alles ist noch ohne Wettkampfdruck“, sagt Wappler. Grundfähigkeiten des Turnens und Geschicklichkeit wurden mit verschiedenen Spielen gefördert.

Wer alle Durchgänge und Disziplinen absolviert hatte, musste nicht gegen Langeweile kämpfen. An sechs Stationen eines  Spieleparcours konnten die Kinder und Jugendlichen jeweils ihre Stempelkarte füllen, mit der sie am Ende die Chance auf einen kleinen Preis hatten. Diejenigen mit einer guten Platzierung qualifizierten sich für das Gau-Jugend-Turnfest. Das zählte auch zu den Zielen von Lucie Neckermann.

Für die 13-Jährige war es zwar nicht ihr erster Wettkampf, dennoch war die Schülerin nervös. Sie ist schon seit knapp sieben Jahren Mitglied beim VfR Altenmünster und nimmt jährlich an rund vier bis sechs Wettkämpfen teil. „Es kann immer etwas schiefgehen, und man vergisst zum Beispiel die nächste Übung beim Bodenturnen“, sagt Lucie. Ihr Tipp dagegen: sich einfach nichts anmerken lassen. Beim Turnfest entschied sie sich für den Vierkampf mit Sprung, Stufenbarren und Co. Ihre Lieblingsdisziplin ist und bleibt aber das Bodenturnen. Meistens ist es eine vorgegebene Kür, die die Teilnehmer vorführen und die auf deren Alter begrenzt ist. Die Trainerinnen waren sich allerdings einig: „Eigentlich könnte Lucie auch ohne Schwierigkeiten eine ansprechendere Kür turnen, wenn sie in eine höhere Altersstufe eingeteilt worden wäre.“

In ihrer Freizeit spielt Lucie Tennis und tanzt im Gardeverein. Das Turnen steht für die junge Sportlerin allerdings an erster Stelle. Momentan trainiert sie zweimal in der Woche, vor wichtigen Terminen sogar zusätzlich noch einmal im Monat samstags. Eines ihrer Vorbilder ist die erfolgreiche Kunstturnerin Elisabeth Seitz, mehrfache deutsche Meisterin. Und auch die 13-Jährige tritt schon in die Fußstapfen ihres Vorbildes: 2014 wurde sie zur Sportlerin des Jahres gewählt. „Es ist toll, wenn man Medaillen sammelt und Preise bekommt. Aber viel wichtiger ist der Spaß am Turnen“, sagt Lucie Neckermann. Und den hatte sie beim Kreiskinderturnfest definitiv. Spätestens beim Gau-Jugend-Turnfest sieht man die sportliche Schülerin dann wieder auf der Turnmatte – bis dahin wird weiterhin fleißig trainiert.

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