Diesmal keine Pokal-Blamage: Werder schlägt Würzburg 3:0

|

Werder Bremen hat eine weitere Pokal-Blamage ohne große Mühe verhindert. Nach vier Erstrunden-Niederlagen in den vergangenen sechs Jahren gewann der Fußball-Bundesligist diesmal gegen den Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers mit 3:0 (0:0).

Die Tore erzielten Milos Veljkovic in der 50., Max Kruse in der 74. und Maximilian Eggestein in der 77. Minute. Die Kickers mussten ihr Heimspiel in das mehr als 100 Kilometer entfernte Offenbach verlegen, da im eigenen Stadion nach Anwohnerklagen kein Fußball-Spiel mehr am späten Abend angepfiffen werden darf. Einer zeitlichen Verlegung stimmte der Deutsche Fußball-Bund nicht zu, weshalb sich der Verband während des Spiels „Scheiß DFB“-Rufe der Würzburger Fans anhören musste. Die Bremer Anhänger unter den 8090 Zuschauern brüllten dabei fleißig mit.

Rein sportlich gesehen wäre der Außenseiter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beinahe in Führung gegangen. Doch Emanuel Taffertshofer traf aus kurzer Distanz nur den Innenpfosten (45.+1).

Ansonsten dominierte Werder das Spiel klar. Der Erstligist hatte deutlich mehr Ballbesitz und deutlich mehr Vorwärtsdrang, spielte sich gemessen daran aber zu wenig klare Torchancen heraus. Vor der Pause wurden nur die beiden Außenverteidiger gefährlich: Neuzugang Ludwig Augustinsson vergab in der siebten Minute die erste gute Möglichkeit, Theodor Gebre Selassie hatte sogar zwei davon (27./38.).

Nach der Pause war Werder noch überlegener als davor. Gebre Selassie vergab zunächst seine dritte Chance (48.), ehe dem Verteidiger-Kollegen Veljkovic endlich der Führungstreffer gelang. Niemand wusste genau, ob der 21 Jahre alte Serbe eigentlich flanken oder genau so aufs Tor schießen wollte. Sein Ball segelte aber fast von der Außenlinie aus über den Würzburger Keeper hinweg ins Tor.

In der Schlussviertelstunde machten die Bremer dann alles klar. Die auch in der 3. Liga noch sieglosen Würzburger waren offensiv einfach zu harmlos, um ihnen noch einmal gefährlich zu werden. Außerdem war Werder nach seinen schlechten Vorjahres-Erfahrungen gewarnt: Gegen die Sportfreunde Lotte, den 1. FC Saarbrücken, Preußen Münster und den 1. FC Heidenheim flog der sechsmalige Pokalsieger in den Jahren 2016, 2013, 2012 und 2011 jeweils in der ersten Runde aus dem Wettbewerb.

Daten zum Spiel

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Baupolitik: Nach der Kehrtwende

Die Zurückhaltung bei der Ausweisung von Neubaugebieten in Crailsheim ist Geschichte. Was bedeutet das? Wie geht’s jetzt weiter? Ein Besuch im Stadtteil Onolzheim. weiter lesen