TSV Crailsheim verspielt vor Halbzeit Chancen gegen Neckarsulmer SU

Mit einem Dreierpack beendet Steffen Elseg die Saison des TSV Crailsheim im WFV-Pokal. Nach dem 0:4 gegen Neckarsulm ist in der dritten Runde Endstation. Binnen sechs Minuten stand die Niederlage fest.

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In der 33. Minute schoss Daniel Martin (gelbes Trikot) den Ball an Gästekeeper Marcel Susser vorbei - aber auch am Tor. Das wäre das 1:0 für den TSV Crailsheim gewesen. In dieser Phase mehr als verdient.  Foto: 

"Die sechs Minuten haben uns gekillt. Punkt!" - So fiel das Fazit des Crailsheimer Trainers Oliver Schwerin nach dem 0:4 gegen die Neckarsulmer SU aus. In der 39., 41. und 44. Minute erzielten die Gäste die Tore, die das Spiel schon zur Pause entschieden. "Mit einem 0:2 in die Halbzeit zu gehen, wäre vielleicht noch gegangen. Aber das 0:3 war dann der endgültige Nackenschlag", erklärte Schwerin. "Danach waren wir gebrochen."

Zuvor hatte der TSV Crailsheim die Partie gegen den Verbandsligisten weitgehend im Griff und auch die besseren Chancen auf seiner Seite gehabt. "Wir müssen eigentlich das 1:0 und das 2:0 machen", trauerte der TSV-Coach den vergebenen Tormöglichkeiten nach. So hatte in der 33. Minute Daniel Martin nach einer tollen Kombination über Marcel Hossner und Daniele Hüttl aus sieben Metern am Tor vorbeigezielt. Und drei Minuten später legte sich Jan Schreiner den Ball in aussichtsreicher Position zu weit vor, sodass Gästekeeper Marcel Susser noch klären konnte.

"Wenn man die Gegentore analysiert: Zwei Tore fallen nach Fehlpässen von uns, einmal machen wir einen taktischen Fehler. Dann ist das Spiel gelaufen. Aber: Gegen Schwäbisch Hall war nicht alles gut, und heute war nicht alles schlecht", sagte Oliver Schwerin.

Sein Gegenüber Thorsten Damm sah die Phase vor der Halbzeitpause ebenfalls als Knackpunkt der Partie an. "Zwischen der 25. und 35. Minute hat bei uns vieles nicht gepasst: Wir sind schlecht angelaufen, haben dem Gegner zu viele Räume gelassen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das hat sich wie ein Dominoeffekt durchgezogen von vorne bis hinten."

Damm durfte sich freuen, die Wende im Spiel mit einer taktischen Umstellung herbeigeführt zu haben. Steffen Elseg hatte er von der Außenbahn ins Sturmzentrum beordert, von wo dieser während des Spiels gleich dreimal einnetzte. "Er war froh, dass er wieder in der Spitze randurfte", sagte der Neckarsulmer Trainer lachend. "Gefühlt war Steffen nach 30 Minuten platt!"

Beinahe wäre dem Stürmer sogar noch ein viertes Tor gelungen. Sein Kopfball, er wurde von einem Mitspieler am Strafraum angeschossen, klatschte an den Pfosten. Crailsheims Aushilfskeeper Tobias Milbradt verhinderte dann im direkten Duell gegen Yannick Titzmann - vergangene Saison im Trikot des SV Leingarten mit 27 Treffern bester Torjäger der Landesliga Staffel 1, in der auch der TSV spielt - mit einer tollen Parade noch eine höhere Niederlage. Echte Torchancen erspielte sich Crailsheim nach der Pause keine mehr

"Es ist nicht schlimm, dass wir heute verloren haben", sagte Oliver Schwerin, der auf ein Dutzend verletzte beziehungsweise angeschlagene Spieler verzichten musste. "Die ersten 35 Minuten haben viel Positives gezeigt."

TSV Crailsheim - Neckarsulmer SU 0:4 (0:3)

Torfolge: 0:1 Steffen Elseg (39.), 0:2 Martin Hess (41.), 0:3, 0:4 Steffen Elseg (44., 58.)

TSV Crailsheim: Milbradt, Hossner, Sasso (46. Rümmele), Wappler, Söllner, Schreiner (61. Munz), Krebs (61. Pfitzer), Martin, Weinberger, Nagumanov (49. Blümel), Hüttl

Neckarsulmer SU: Susser, Kappes, Gerstle (73. Mugeta), Titzmann, Marche, Romano (84. Hierl), Seybold (79. Görl), Elseg (59. Celiscak), Gotovac, Busch, Hess

Schiedsrichter: Stefan Jenninger (Adelmannsfelden)

Zuschauer: 240

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