Roßfelder Footballerinnen schlagen Gäste aus Köln mit 36:6

Mit einem 36:6-Erfolg gegen Köln sichern sich die Footballerinnen vom TSV Roßfeld frühzeitig die Meisterschaft der Bundesliga Süd und treffen zum Halbfinale der deutschen Meisterschaft auf die Berlin Kobras.

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  • Als Meister der Südgruppe werden die Hurricanes im Halbfinale der "Deutschen" auf die Berlin Kobras treffen. Foto: Ric Badal 1/2
    Als Meister der Südgruppe werden die Hurricanes im Halbfinale der "Deutschen" auf die Berlin Kobras treffen. Foto: Ric Badal
  • Nach dem Sieg gegen Köln feierte Jessica Rittmeier mit ihren Kolleginnen die Südmeisterschaft. Privatfoto 2/2
    Nach dem Sieg gegen Köln feierte Jessica Rittmeier mit ihren Kolleginnen die Südmeisterschaft. Privatfoto
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Reichlich Grund zu feiern gab es für Spieler und Trainer der Crailsheim Hurricanes, sowie rund 250 Fans. Mit dem 36:6-Erfolg gegen den Tabellenzweiten aus Köln konnten die "Canes" den siebten Sieg im siebten Spiel und somit neben dem Heimrecht im Halbfinale zur deutschen Meisterschaft auch den frühzeitigen Titelgewinn in der Bundesliga Süd einfahren. Die Köln Falconets, die somit im achten Aufeinandertreffen der beiden Teams ohne Sieg bleiben, zeigten sich am Samstag erneut als fairer und sympathischer Gegner mit großem Potenzial.

Zu Beginn der Partie gelang es den Falconets aus Köln, die sich im Laufe der Saison als härtester Verfolger der Hurricanes etablieren konnten, die Crailsheimer Defense mit ihrer überraschend lauflastigen Offense zu beeindrucken. Aus der sogenannten Wishbone Formation, eine Angriffsaufstellung, aus der sonst eigentlich die Crailsheimer gelegentlich agieren, konnten sie kontinuierlich Raumgewinn erlaufen, ohne allerdings am Ende nahe an die Hurricanes Endzone zu kommen oder gar Punkte zu erzielen.

Crailsheim hingegen gelang gleich in der ersten Angriffsserie ein Touchdown zum 6:0, nachdem Johanna Frankenberg einen Screen-Pass von Gabi Duvinage im eigenen Backfield fing und gut 40 Meter in die Endzone trug.

In der Folgezeit konnte man bei den Crailsheimerinnen allerdings Fehler entdecken, für die sie sonst eher nicht bekannt sind. Gleich zweimal standen sie nach langen Offense-Serien nur wenige Meter vor der Kölner Endzone. Durch einen Ballverlust im Backfield und einen abgefangenen Ball musste man allerdings das Angriffsrecht jeweils wieder an die Falconets abgeben. Die Abwehr von Coordinator Trent Clark, in der zu diesem Zeitpunkt vor allem die Defense-Line mit Martha Holzer, Jessica Rittmeier, Anja Menzel-Rook, Anni Schmitt und Carolin Grotkop durch viele Tackles auffiel, konnte jedoch verhindern, dass von den Gästen ihrerseits Punkte aus diesen Ballbesitzen erzielt wurden.

Die zweite Spielhälfte begannen die Hurricanes dann mit einem Paukenschlag. Den Kölner Kickoff trug Johanna Frankenberg hinter den Blocks der gut aufgelegten Specialteams rund 80 Meter über das Feld und erhöhte die Crailsheimer Führung auf 12:0. Anschließend lief Jana Steglich noch die folgende 2-Point Conversion zum 14:0 in die Endzone. Ende des Viertels unterlief der ansonsten souverän agierenden Defense der einzige größere Patzer, als Falconets Quarterback Anjouly Eyfferth ihre Passempfängerin Kira Kröger für einen 20-YardsTouchdown fand und den Rückstand auf 14:6 verkürzte.

Doch ab Beginn des letzten Spielabschnitts übernahmen die Gastgeberinnen endgültig die Partie. Nach einem 20-Yard-Pass von Duvinage auf Beastoch und einem 30-YardLauf von Johanna Frankenberg, standen die Hurricanes zwei Meter vor der Kölner Endzone. Per Lauf erzielte Sahra Petrovsky den fälligen Touchdown aus kurzer Distanz. Bei der anschließenden 2-Point-Conversion, konnte Rookie Receiver Anja Treiber ihre jahrelange Erfahrung als Torfrau im Fußball unter Beweis stellen, als sie einen etwas unterworfenen Pass mit einem Hechtsprung sicherte und somit die Hurricanes 22:6 in Führung brachte. Die Crailsheimer Defense stoppte den Kölner Angriff früh und nach Tackles für Raumverlust durch Daniela Menge und Saskia Regber und einem gemeinsamen Quarterback-Sack von Martha Holzer und Caro Grotkop konnte Jessica Rittmeier den freien Kölner Ball erobern und somit die eigene Offense tief in der gegnerischen Hälfte zurück aufs Feld schicken. Sofort mit dem ersten Spielzug fand Gabi Duvinage, nach einem vorgetäuschten Laufspielzug über Johanna Römisch, ihre Passempfängerin Jeanette Beastoch mit einem 20-Meter-Wurf und erhöhte somit auf 28:6. Die 2-Point-Conversion verwandelte wieder Fullback Jana Steglich zu Fuß zum 30:6-Zwischenstand. Nach einer weiteren kurzen Angriffsserie der Gäste arbeiteten sich die Hurricanes, mit Laufspielzügen über Jana Steglich, Sarah Petrovsky, Manuela Moritz und Sandra Meyer bis kurz vor die Falconets-Endzone. Die letzten beiden Meter überbrückte dann Spielmacherin Gabi Duvinage zum 36:6-Endstand.

Bevor am 8. September die Berlin Kobras zum deutschen Halbfinale anreisen, müssen die Hurricanes am 12. August noch zum letzten Saisonspiel in München antreten. Auch wenn dieses Spiel keinen Einfluss mehr auf die Tabellensituation der Crailsheimerinnen hat, wollen sie das Match nicht auf die leichte Schulter nehmen. Neben der Möglichkeit, die Süd-Liga mit einer "Perfect Season" abzuschließen, geht es vor allem für die Verfolger aus Köln und München noch um den Einzug ins Halbfinale. Punkte: Johanna Frankenberg: 12, Jeanette Beastoch: 6, Gabi Duvinage: 6, Sarah Petrovsky: 6, Jana Steglich: 4, Anja Treiber: 2

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