Öhringen gewinnt Spitzenspiel

Einen verdienten 2:1-Sieg erspielt sich Tabellenführer TSG Öhringen beim TSV Crailsheim. Überschattet wurde die Partie von zwei schweren Verletzungen.

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Jan Schreiner erzielte für Crailsheim den Anschluss. Mehr gelang aber nicht.  Foto: 

Dominik Wappler vom TSV musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Notarztwagen war noch nicht weg, als sich auch noch ein Gästespieler schwer verletzte, und erneut kam ein Krankenwagen ins Schönebürgstadion. Johannes Deibert, zuvor einer der auffälligsten Akteure der Öhringer, hat sich wohl den Ellbogen ausgekugelt – eine sehr schmerzhafte Verletzung. So musste der recht großzügig leitende, aber insgesamt gute Schiedsrichter Felix Prigan rund eine Viertelstunde nachspielen lassen. Dennoch konnten die Crailsheimer das Spiel nicht mehr wenden.

Bereits nach rund 60 Sekunden hatten die Gäste ihre erste dicke Möglichkeit, einen strammen Schuss vom guten Johannes ­Bemmerer konnte TSV-Keeper Valentin Wolf gerade noch um den Pfosten lenken. Nur drei Zeigerumdrehungen später lupfte Daniel Alankus den Ball über Wolf, von der Latte sprang er direkt vor die Füße von Alexander Overchenko, der das Leder nur noch ins leere Tor schieben musste. Die Öhringer hatten mehr vom Spiel und zeigten einen technisch anspruchsvollen Fußball. Crailsheim stand recht tief und lauerte auf Konter.

In der 25. Minute bediente Deibert mit einem tollen Pass Daniel Alankus, der zum 0:2 traf. „Zwei völlig unnötige Gegentreffer, die wir beide durch Stellungsfehler selbst verschuldet haben“, ärgerte sich TSV-Coach Thomas Weiß. Erstmals gefährlich vor dem Öhringer Gehäuse wurde es erst nach gut einer halben Stunde, einen tollen Seitfallzieher von Jan Schreiner konnte Gästekeeper ­Ruben Götz jedoch parieren. Auf der anderen Seite musste Kai Rümmele in höchster Not retten und kratzte in der 37. Minute den Ball in letzter Sekunde noch von der eigenen Torlinie. Eine Doppelchance kurz darauf hatten erneut die Öhringer, doch erst war Wolf bei einem Freistoß von Over­chenko zur Stelle, und den Nachschuss setzte Deibert weit übers Tor. Kurz vor der Pause dann der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Anschlusstreffer, Jan Schreiner stand plötzlich völlig frei vor dem Tor und schob souverän ein.

Nach der Pause wurden die Gastgeber stärker, doch Chancen blieben erst mal Mangelware. Beinahe wäre ein verunglückter Abwehrversuch von Kai Rümmele im eigenen Tor gelandet, doch der Ball ging nur an die Latte. Die erste dicke Möglichkeit aufseiten der Crailsheimer hatte Hannes Wolf, doch der Gästekeeper reagierte glänzend. Öhringens Hannes Wegner traf kurz darauf bei einem schönen Drehschuss nur die Latte. In der 86. Minute hatte der auffälligste Crailsheimer Daniel Martin den Ausgleich auf dem Fuß, doch aus sieben Metern schob er den Ball am Kasten vorbei.

Nach dem Spiel holte Öhringens Spielertrainer Marius Müller, der zweimal böse gefoult worden war, seine Spieler noch einmal zusammen und schwor sie schon auf die nächste Partie ein. Er lobte den Teamgeist und die Kampfbereitschaft seines Teams und sprach von einem „dreckigen Sieg“. „Wir hatten die Partie im ersten Durchgang gut im Griff, und hätten wir unsere Chancen besser genutzt, dann hätten wir nicht so lange zittern müssen“, lautete Müllers Fazit. In der zweiten Hälfte mussten die Öhringer viel Defensivarbeit verrichten, „aber Torchancen hatten die Crailsheimer nur ganz wenige. Und bei unseren Kontern waren wir eigentlich gefährlicher.“ Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle freut er sich jetzt schon auf das nächste Highlight, der souveräne Landesligatabellenführer erwartet im Achtelfinale des WFV-Pokals am 1. November den Oberligisten SSV Reutlingen.

Etwas enttäuscht war Crailsheims Trainer Thomas Weiß nach der knappen Niederlage. „Wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Seit dem Volksfestspiel klebt uns das Pech an den Stiefeln.“

TSV Crailsheim – TSG Öhringen 1:2

Torfolge: 0:1 Alexander Overchenko (4.), 0:2 Daniel Alankus (25.), 1:2 Jan Schreiner (45. +1)

TSV Crailsheim: V. Wolf, H. Wolf, Hüttl, Schreiner, Maneth, Rümmele, Wappler (81. Hopf), Diether(70. Munz), Krebs, Martin, Weinberger

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