Ein Sieg auf dem Zahnfleisch

Die Spvgg Satteldorf entscheidet das Landesliga-Derby gegen den TSV Crailsheim mit 3:1 für sich. Damit hält die Spielvereinigung den Anschluss nach ganz vorne.

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Satteldorfs Keeper Manuel Schoppel  klärt den Ball nach einem Eckstoß der Crailsheimer (gelb).  Foto: 

Satteldorf siegt endlich wieder, Crailsheim verpasst die Revanche fürs Volksfestspiel – 3:1 trennten sich die Spvgg und der TSV im Landesliga-Derby. Eine knappe Viertelstunde reichte dem Heimteam, um vor rund 400 Zuschauern für klare Verhältnisse am Kernmühlenweg zu sorgen.

Unter ähnlichen Voraussetzungen starteten die Teams aus Satteldorf und Crailsheim ins Derby: Beide plagen im Moment Verletzungssorgen. So liefen für die Spvgg mit Toni Fernandez, Daniel Kamptmann und Nils Hörle gleich drei angeschlagene Spieler auf. Das merkte man der Heimmannschaft zu Beginn aber nicht an. Nicht einmal zehn Minuten brauchte es zur Führung durch Fernandez. Nach einer Hereingabe prallten Martin Kreiselmeyer und TSV-Torwart Valentin Wolf zusammen, Schiedsrichter Christian Pittner entschied auf Elfmeter. Durchaus strittig, denn Wolf hatte auch den Ball gespielt. Fernandez ließ sich jedoch die Chance nicht nehmen und erzielte das 1:0.

Satteldorf legt nach

In der 18. Spielminute gewann Kreiselmeyer ein Duell 20 Meter vor dem Tor des TSV und zeigte sich beim anschließenden Abschluss eiskalt. Und nur zwei Minuten später war es wieder der glänzend aufgelegte Kreiselmeyer, der am schnellsten schaltete und auf 3:0 erhöhte – vorausgegangen war ein Freistoß von Kamptmann, den Wolf noch so eben von der Linie kratzen konnte. Beim Nachschuss hatte er keine Chance.

Die Crailsheimer rannten ­immer wieder an und spielten bis zum Sechzehner der Spvgg auch ordentlich – spätestens dann aber war Schluss. Satteldorf machte das Spiel eng und schaffte es, ­immer noch einen Fuß dazwischen zu bringen. Der TSV kam kaum zu zwingenden Gelegen­heiten.

Ein bisschen Hoffnung beim TSV

Das änderte sich auch im zweiten Spielabschnitt zunächst nicht. Bis zur 75. Minute, als doch noch etwas Hoffnung im Lager der Crailsheimer aufkeimte. Tim Meßner legte den Ball nach innen, und Hannes Wolf verkürzte zum 3:1. Aber es half am Ende nichts. Denn die letzte Viertelstunde hätte eher Satteldorf das Ergebnis noch einmal in die Höhe schrauben müssen. Jeweils nach Kontern hatten Tobias Becker und Felix Schmieg hochkarätige Chancen, einmal halfen Crailsheim beide Innenpfosten. Es blieb beim 3:1.

„Wir haben es heute geschafft, den Bock umzustoßen. Das war sehr wichtig nach den letzten drei Spielen“, freute sich Satteldorfs Trainer Dominik Streicher nach dem Abpfiff. „Endlich haben wir unsere Chancen auch wieder mal verwertet.“ Hinzu komme, dass ein Derbysieg immer einen besonderen Stellenwert habe. „Die ersten 25 Minuten ist es ideal für uns gelaufen.“  Zufrieden zeigte er sich auch mit der Defensivleistung seiner Mannschaft. „Heute hat sich jeder richtig reingehauen, Crailsheim hatte kaum zwingende Chancen.“ Nun freue er sich auf das spielfreie Wochenende an Ostern. „Wir gehen im Moment auf dem Zahnfleisch. Jetzt ist es zum Glück nur noch ein Spiel und dann gibt es eine kleine Pause.“

Bedient hingegen war TSV-Coach Thomas Ackermann. „Das heute ist mir unbegreiflich. Wir haben über weite Strecken keine Körpersprache gezeigt, das war nicht Landesliganiveau.“ Knackpunkt für ihn war der Elfmeter. „Unser Torwart ist zuerst am Ball“, schildert er die Szene aus seiner Sicht. „Wenn du dann hinten liegst, ist das schlecht für den Kopf und kann in einem Derby schon vorentscheidend sein.“

Satteldorf – TSV Crailsheim

3:1

Torfolge: 1:0 Antonio Fernandez (8., FE), 2:0, 3:0 Martin Kreiselmeyer (18., 20.), 3:1 Jammes Wolf (75.)

Spvgg Satteldorf: Schoppel, Andreas Etzel, Becker, Michael Etzel, Kreiselmeyer (88. Streicher), Kamptmann, Fernandez (53. Schmieg), Betz, Beyer (90.+4 Heck), Hörle (34. Lausenmeyer), Kreft

TSV Crailsheim: Wolf V., Wolf H., Hüttl, Hopf (46. Wappler), Schreiner, Maneth, Diether (46. Munz), Meßner, Wagemann (46. Herbaly), Martin (83. Basli), Weinberger

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