Alte Tugenden werden gebraucht

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Die Hollenbacher spielen zum Abschluss der Vorrunde beim starken Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union. Einen kleinen Vorteil haben die Hohenloher dann noch – das wegen der Partie gegen den VfB Stuttgart verlegte Spiel gegen den Bahlinger SC im Dezember. In Neckarsulm schied der FSV zu Beginn der Saison aus dem WFV-Pokal aus – durch eine bittere 1:2-Niederlage in letzter Minute nach einer 1:0-Führung. Danach starteten die Hohenloher aber ordentlich in die Oberliga mit zehn Punkten in den ersten sechs Spielen.

Die Neckarsulmer benötigten dann hingegen einige Zeit, um sich in der neuen Liga zurechtzufinden. Dann fing es aber an zu laufen. Die Mannschaft trat immer kompakter und geschlossener auf. Auch Torjäger Martin Hess wurde immer besser, er führt mit elf Treffern mittlerweile  die Torjägerliste an. Doch dieser fällt nun auf unbestimmte Zeit aus. Und prompt gelang vergangenen Samstag (0:1 in Reutlingen) kein eigener Treffer. Nach der Niederlage bemängelte NSU-Trainer Thorsten Damm, seine Mannschaft sei zu „verspielt“ und zu „naiv“ gewesen. Dennoch steht der Aufsteiger mit 26 Zählern auf Rang fünf und ist damit auch im Soll. Dazu fehlen Hollenbach noch ein paar Punkte – bisher hat der FSV erst 16 auf dem Konto.

Balsam auf geschundene Seele

Doch nach der langen Negativserie war der erste Sieg nach neun Partien am Samstag gegen den FV Ravensburg Balsam auf die geschundene Seele. „Das gibt der Mannschaft Vertrauen und Glauben“, sagte Trainer Ralf Stehle. Es war der so dringend benötigte dreckige Sieg. Das Erfolgserlebnis, das nun wieder Mut macht und auch für den Kopf immens wichtig war.

Nicht immer schafften es die Hollenbacher in dieser Saison die Tugenden, die sie in ihren ersten sechs Oberligajahren stark gemacht haben, über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Im WFV-Pokal in Neckarsulm zum Beispiel, als eine Führung kurz vor Schluss noch verspielt wurde – der Ausgleich fiel in der 90. Minute, der Neckarsulmer Sieg­treffer in der Nachspielzeit. Ähnlich ging es dem FSV gegen Reutlingen.

Noch einmal soll dies nicht passieren. Doch schon wegen der individuellen Klasse der Neckarsulmer Einzelspieler hat der Gastgeber die Favoritenrolle. Doch auch mit dem momentanen Verletzungspech (Boris Nzuzi, Nico Nierichlo und Martin Schmidt fallen weiter aus) ist Hollenbach in der Lage, gegen jeden Oberligisten zu bestehen. schm 

Info VfB Neckarrems – FSV Hollenbach, Samstag, 14.30 Uhr

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