Merlins wollen Hut in Ring werfen

Noch steht nicht fest, ob es eine Wildcard für die BBL gibt. Aber wenn es so ist, ist es "eindeutig so, dass wir uns bewerben wollen", sagt Joachim Wieler, stellvertretender Abteilungsleiter der Merlins.

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Dürfen die Fans der Merlins noch einmal in die O2-World nach Berlin zum Auswärtsspiel reisen und ein weiteres Jahr Bundesliga genießen?  Foto: 

Darauf haben wohl alle Fans der Merlins gewartet: Die Crailsheimer Basketballer wollen sich um die Wildcard in der BBL bewerben, sofern denn eine vergeben wird nach dem freiwilligen Rückzug der Artland Dragons aus der Bundesliga. Wann und ob das geschieht, steht noch nicht fest. Das entscheidet die Ligaführung nicht in Eigenregie. Es muss eine Mehrheitsentscheidung der Bundesliga-Klubs zugrunde liegen. Dieser Beschluss soll nach Ligaangaben "zeitnah" erfolgen. Derzeit sind nur 17 statt bisher 18 Teams in der Eliteklasse spielberechtigt. Sollte es zu einem Wildcard-Verfahren kommen, würde diese 250 000 Euro kosten.

Geld, das die Merlins nicht vom bisherigen Etat abzwacken wollen, sondern zusätzlich aufzubringen hätten. "Aus dem Etat etwas herauszunehmen, kommt nicht infrage, weil man sonst bei der Mannschaft sparen müsste. Und das wollen wir nicht", sagt Joachim Wieler, stellvertretender Abteilungsleiter der Crailsheimer Basketballer. "Wir müssen es schaffen, dass Sponsoren, Fans und die Region uns helfen, diese Wildcard zu finanzieren." Das Umfeld sei informiert, es gebe deutliche Signale aus dem Sponsorenkreis, sich zu engagieren und das Geschichtsbuch der Merlins um ein weiteres Kapitel in der Basketball-Bundesliga zu erweitern.

"Es ist nicht falsch, uns im Fall der Fälle für die Wildcard zu bewerben, weil das nicht negativ behaftet ist. Wir haben uns nicht hochgekauft in die erste Liga", betont Joachim Wieler. Man habe so die Chance, in der Liga zu bleiben, und die Aufbruchsstimmung bei den Merlins sei immer noch sehr groß.

Sollte die Wildcard vergeben werden, können sich weitere Vereine um diese bewerben. Liga und Klubs entscheiden gemeinsam, wer sie erhält. Einige Vereine haben bereits erklärt, sich nicht darum bemühen zu wollen. Wie zum Beispiel der ambitioniert in die Pro-A-Saison gestartete Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta. Auf HT-Nachfrage sagte der zweite Vorsitzende Werner Themann, dass "die Tendenz eindeutig dahin gehe, dass wir uns nicht bewerben. Endgültig steht das aber noch nicht fest." Auch Teams aus wirtschaftlich attraktiven Großstädten wie die Hamburg Towers (Pro A) und die Rheinstars Köln (Pro B) werden sich dem Vernehmen nach an einer möglichen Ausschreibung nicht beteiligen. Die Hamburger sind erst vergangene Saison per Wildcard in die Pro A aufgerückt, der Schritt in die Bundesliga käme wohl zu früh, auch wenn die finanziellen Möglichkeiten gegeben wären.

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