„Crailsheim ist für mich klarer Favorit“

Wolfgang Heyder sieht die Gäste aus Thüringen in der Außenseiterrolle.

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Wolfgang Heyder (vorne) verfolgte Mitte Dezember in der Arena Hohenlohe in Ilshofen die 71:84-Niederlage der Oettinger Rockets Gotha gegen Crailsheim . Das Auswärtsspiel in der Rückrunde gewannen die Merlins in Erfurt knapp mit 85:83.  Foto: 

Wolfgang Heyder ist ein bekannter Mann in der nationalen Basketballszene. In den Spielzeiten von 1999/2000 bis 2013/14 war er als Geschäftsführer der Erstliga-Basketballer in Bamberg erfolgreich tätig, beim bundesweiten Taktgeber. Währenddessen gewann die Mannschaft ihre ersten sechs Meistertitel. Im Jahr 2015 trat er das Amt als Geschäftsführer beim Handball-Erstligisten HSC 2000 Coburg an. Seit Sommer 2016 ist Heyder für die Gotha Rockets tätig. Die Homepage weist ihn als „Leiter Sport, Geschäftsentwicklung“ aus.

Und Wolfgang Heyder weiß, auf was es jetzt vordringlich ankommen wird. „Die Play-offs werden defensiv entschieden. Wir müssen noch besser verteidigen und uns auch im defensiven Rebound steigern! Je länger man engagiert verteidigt, desto müder wird man. Das könnte ausschlaggebend sein. Ganz wichtig: Die Verteidigung kann man mit dem Willen steuern, die Offensivleistung eher nicht.“ Und Gotha-­Guard Jan Schmidkunz legt nach: „Einen Gegner in den Play-offs unter 80 Punkten zu halten, muss unsere Devise sein.“ Was ihn zudem optimistisch stimmt: „In Essen, beim letzten Spiel, stand ein echtes Team auf dem Parkett, in dem jeder für jeden gefightet hat.“

Ansonsten fühlen sich die Thüringer in der Rolle des Außenseiters ganz wohl.  „Crailsheim ist in meinen Augen klarer Favorit, hat viel konstanter gespielt als wir. Bei uns gab es zahlreiche Personalwechsel. Das ist nie gut, wenn sich eine Mannschaft kontinuierlich entwickeln will. Realistisch gesehen: Es wäre eine Überraschung, wenn wir das Ganze noch zu unseren Gunsten drehen könnten. Die unseren Möglichkeiten entsprechende Leistung konnten wir nicht kontinuierlich genug abrufen.“

An den Merlins schätzt Heyder besonders ihre Flexibilität. „Sie agieren beweglich am Brett, andererseits schnell und offensiv, gefährlich von außen, sehr variantenreich. Auch die Deutschen im Team, wie die Erfahrenen Wysocki, Flomo oder Jost spielen eine sehr gute Rolle. In der Mannschaft findet sich viel Qualität.“ Unter dem Strich traut er den Merlins den Sprung ins Endspiel durchaus zu, hat aber naturgemäß zunächst die eigenen Interessen im Blick. Die Chancen? „60:40 für Crailsheim denke ich!“

Für etwas Unmut in der Gothaer Basketballszene hat der Umzug in die größere Halle im nahen Erfurt gesorgt. Aus Sicht von Wolfgang Heyder freilich unabdingbar. Insbesondere, wenn man das ehrgeizige Ziel Erstligaaufstieg  – möglichst in zwei Jahren – zeitnah im Auge behalten will.

Staub aufgewirbelt hat in der jüngeren Vergangenheit zudem der Trainerwechsel vom sehr beliebten und jahrelang vor Ort erfolgreich arbeitenden Chris Ensminger zu Ivan Pavic (ab 31. Januar) gesorgt. „Eigentlich ein Paradigmenwechsel, denn die Art, wie beide Basketball spielen lassen, ist sehr unterschiedlich. Eher langsam und sehr defensiv der eine, explosiv und aggressiv der andere.

Und dann wäre da noch die folgende Anekdote: Vor wenigen Jahren gab es in der Pro B einmal den erfolgreichen Aufstand David gegen Goliath. Der Achte aus der Hauptrunde, Baunach, warf seinerzeit in den Play-offs den Ersten der Parallelgruppe raus. Und der Baunacher Trainer hieß damals  – Ivan Pavic, derzeit in Gothaer Diensten. Randschmonzette oder Mutmachgeschichte für die Gäste?

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