Bordell-Streit in CDU: Graf tritt zurück

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Am Ende war der Druck wohl doch zu groß: Nach dem parteiinternen Streit um seine finanzielle Beteiligung am Bordell Dreifarbenhaus hat der Schatzmeister der Stuttgarter CDU, Eberhard Graf, seinen Rücktritt erklärt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreisverbands vom Donnerstag hervor. Die stellvertretende Kreis-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Karin Maag hatte Graf zuvor zum Rückzug aufgefordert – andernfalls werde sie selbst ihr Parteiamt niederlegen. Für ein führendes CDU-Mitglied zieme sich ein Engagement im Rotlichtmilieu nicht. Das decke sich nicht mit ihren Werten, so Maag.

An Maags Vorgehensweise übt Graf Kritik: Er hätte sich gewünscht, dass Maag ihn nach Bekanntwerden der Beteiligung „persönlich kontaktiert“ hätte, „um mir ihre Probleme mitzuteilen“. Die Vize-Kreischefin kontert, dass sie das getan habe – in der Vorstandssitzung vor den Herbstferien habe sie das Thema in Anwesenheit Grafs angesprochen und auch nicht sofort mit Rücktritt gedroht. Bei der Diskussion habe sie gemerkt, dass manche im Kreisverband mit Graf sympathisierten und habe daraus Konsequenzen gezogen. „Ich bin dankbar, dass das Problem nun so gelöst wird“, sagt Maag. In den vergangenen Tagen hätten sich zahlreiche Parteimitglieder und Bürger wegen der Beteiligung beim Kreisverband gemeldet.

„Ich danke Herr Graf für diesen Schritt, der weiteren Schaden von der CDU fern hält“, teilt Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann mit. Im Dezember soll ein Nachfolger bestimmt werden.

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