Was sagt Herr Valentin Abel zu...?

Beim Jugendwahlforum blieb keine Zeit, alle schriftlichen Fragen aus dem Publikum an die Bundestagskandidaten zu richten. Wir haben sie ihnen geschickt und Antworten bekommen.

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Valentin Abel beantwortet die Fragen unserer Leser.  Foto: 

Moritz aus Gaildorf: Was kann Deutschland auf lange Sicht zur Lösung der Nahostkonflikte beitragen? Stichwort: Waffenexporte.

Valentin Abel: Klar ist: wir müssen genauer prüfen, wohin wir Waffen exportieren und dies auf jene Länder beschränken, die frei von inneren und äußeren Konflikten sind, sowie die Menschenrechte uneingeschränkt respektieren. Darüber hinaus muss unsere Entwicklungshilfe an den Aufbau demokratischer Strukturen und einer funktionierenden Selbstverwaltung koppeln. Dadurch befähigen wir die Länder – auch im Mittleren Osten – besser gegen radikale Strömungen zur Wehr zu setzen.

Max aus Schwäbisch Hall: Was wollen Sie gegen den Lehrermangel tun? Wollen sie Studiengebühren?

Valentin Abel: Gegen Lehrermangel hilft nur eines: mehr Lehrer. Unser Ziel muss eine mindestens 105%-ige Abdeckung der erforderlichen Wochenstunden sein, um auch im Falle von Krankheit möglichst Fehlstunden vermeiden zu können. Ich persönlich bin gegen Studiengebühren; sollten diese jedoch zur Finanzierung der Hochschulen unbedingt erforderlich sein, so müssen sie nachgelagert sein und erst dann fällig werden, wenn der Absolvent im Berufsleben steht und ein Mindesteinkommen hat. Gebühren über 500€ pro Semester sind grundsätzlich abzulehnen. Darüber hinaus muss das BAFöG endlich unabhängig vom Einkommen der Eltern und neue Stipendien geschaffen werden. In der Flüchtlingsfrage gilt ganz klar: ein eindeutiges Bekenntnis zum Asylrecht nach Einzelfallprüfung, vorübergehender Humanitärer Schutz für Kriegsflüchtlinge mit der Möglichkeit, über neu zu schaffendes Einwanderungssystem nach Punkten dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Auch schon davor muss der Zugang zu Bildung und Arbeit sowie die Integration in die Bürgergesellschaft beginnen.

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