Vernunft behält die Oberhand

Die von der Polizeidirektion Aalen für den Ostalbkreis angekündigten Großkontrollen (wir berichteten) sind abgeschlossen und ausgewertet worden. Unterm Strich ziehen die Ordnungshüter ein positives Fazit.

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Wer fährt, bleibt nüchtern: Im Umfeld diverser Feste konnte die Polizei bei ihren Kontrollen erfreulicherweise gut organisierte Hol- und Bringdienste feststellen.

Bei verschiedenen Verkehrskontrollen wurden im Ostalbkreis zwischen Freitag und Montag sieben Fahrzeugführer angetroffen, die aufgrund der polizeilichen Feststellungen an der Kontrollstelle im Verdacht standen, unter Drogen oder Alkohol hinter dem Steuer gesessen zu haben. Die Anlässe, die zu den Kontrollen führten, waren dabei ganz unterschiedlich. Während in den Bereichen Aalen und Gmünd gezielte Einzelkontrollen im Rahmen der Routinestreifen durchgeführt wurden, fanden im Raum Ellwangen zwei große Kontrollaktionen statt.

Die Fahrten unter Drogeneinfluss verteilten sich dabei ganz gleichmäßig auf die drei Raumschaften. Freitagnacht war es ein 21-jähriger Mann in Aalen, der eine Anzeige erhielt, während es am Sonntagabend in Gmünd eine 19-jährige Pkw-Fahrerin traf. Der 25-jährige Fahrer, der am Montagnachmittag aus dem Verkehr gezogen wurde, war in eine der Ellwanger Kontrollstellen gefahren. In den sechs Stunden der montäglichen Kontrolle unter Federführung der Ellwanger Polizei war er der Hauptsünder. Die kleineren Sünden, wie abgefahrene Reifen, Gurt- oder Handyverstöße wurden natürlich auch nicht ignoriert.

In der Nacht zum Samstag wurden die Kontrollen gezielt veranstaltungsbegleitend durchgeführt und fanden deshalb um Jagstzell und Pfahlheim statt. Trotz einiger Vorkommnisse zieht die Ellwanger Polizei ein insgesamt positives Fazit, weil sich im Vergleich zu den Vorjahren einiges zum Besseren entwickelt hat.

Natürlich musste die Polizei wiederholt gegen betrunkene Verkehrsteilnehmer einschreiten. Ein 48-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau wurden mit Promille am Steuer erwischt und müssen nun um ihren Führerschein zittern. So entging es auch einem Radfahrer im Alter eines Heranwachsenden, der wohl dachte es richtig zu machen, als er das Auto stehen ließ und betrunken mit dem Rad unterwegs war. Dass er völlig ohne schlechtes Gewissen war, zeigte der Umstand, dass er glaubte, unbeanstandet genau durch die Kontrollstelle der Polizei fahren zu können. So staunte er nicht schlecht, dass er nicht nur angehalten, sondern auch sein Alkoholpegel kontrolliert wurde. Da er unterhalb der Grenze war, bei der es auch einem Radfahrer an die Fahrerlaubnis geht, blieb er diesbezüglich unbehelligt. Die Weiterfahrt wurde dennoch untersagt und sein Bruder musste ihn samt Rad von der Kontrollstelle abholen.

Doch insgesamt überwogen die positiven Feststellungen, denn die Festbesucher hatten deutlich erkennbar Vorsorge getroffen. So konnte die Polizei zahlreiche Bring- und Holdienste und Elterntaxis beobachten oder aber bei den Kontrollen feststellen, dass sich die Fahrzeuginsassen nach der Devise "Betrunkene auf die Mitfahrerplätze" abgesprochen hatten. Oder positiv ausgedrückt: Wer fährt, bleibt nüchtern.

Und genauso gemischt und doch grundsätzlich positiv waren auch die Feststellungen der Polizeibeamten, welche die Veranstaltungen selbst kontrollierten. Um die Partys und Festle herum kam es nur zu zwei Körperverletzungen, deren Ursache jeweils auf einem hohen Alkoholpegel und dem daran anknüpfenden Unvermögen beruhte, sich verbal mit einer Sache auseinanderzusetzen.

Die eingesetzten Rauschgiftfahnder stießen auf keine Verdachtsmomente für illegalen Drogenkonsum, die Jugendsachbearbeiter mussten nur einen Verstoß von Ausweismissbrauch verfolgen und die allgemeine Veranstaltungskontrolle bestätigte den positiven Eindruck in wesentlichen Teilen.

Bezogen auf das eingesetzte Personal leistete die Polizei an zwei Tagen 173 Kontrollstunden, wobei die Beamten aus Ellwangen von der Verkehrspolizei und der Polizeihundeführerstaffel unterstützt wurde.

Kreisweit abgerundet mit Blick auf die alkoholisierten Verkehrsteilnehmer wurde das Wochenende durch polizeiliche Maßnahmen gegen einen 50-jährigen Pkw-Fahrer in Unterkochen in der Nacht von Sonntag auf Montag und gegen einen 47 Jahre alten Fahrer eines Motorrollers in Essingen. Dieser war mit deutlich mehr als zwei Promille unterwegs. Zudem konnte er der Polizei keinen Führerschein vorlegen.

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