Trappertreffen beim Schützenverein Sulzbach

Seit 30 Jahren reisen Schützen und wilde Naturliebhaber zu dem etwas anderen Schützenfest ins Kochertal. Schwarzpulverschießen und Trappertreffen des Schützenvereins Sulzbach/Kocher haben ihre Fans.

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Seit 30 Jahren ist das idyllische Kochertal bei Sulzbach für ein Wochenende fest in der Hand von Trappern, Indianern und Schwarzpulverschützen. Weitere Bilder unter www.rundschau-gaildorf.de Fotos: Karl-Heinz Rückert

Auch am Wochenende war eine kleine Zeile aus weißen Zelten oberhalb des Schützenhauses bei der Walkmühle ein untrüglicher Hinweis auf das Treiben der Westernromantiker und Vorderladerschützen.

Ein wahres Ritual konnte auf dem Schießstand beobachtet werden, wenn Schützen die Läufe ihrer Langwaffen mit Pulver und Blei stopften und die Kugel mit einem Donnerknall Richtung Zielscheibe jagten. Danach wiederholte sich die Lade- und Schießaktion. Mit etwa 60 Schwarzpulverschützen rechnete Schießleiter Lutz Hartwig über das Wochenende.

Spielerisches Treiben herrschte auf dem Hang und im Wald rund um die Zeltstadt. Meist stilecht in hirschledernen Jacken, Kleidern und Beinkleidern entspannten sich zehn Trapper beim Geschicklichkeitsturnier, darunter alte Hasen, die schon seit Jahren immer wieder gerne nach Sulzbach kommen.

Tomahawk- und Messerzielwerfen standen auf dem Programm. An dem ideenreichen Trapperparcours von Ilse und Wolfgang Spacky hatten alle ihren Spaß. Beim Bogenschießen auf den pendelnden Sack waren Geschicklichkeit und Treffsicherheit gefragt.

Schnell waren drei Pfeile verschossen. Die Suche im Gestrüpp nach den Pfeilen, die ihr Ziel verfehlten, gestaltete sich dagegen als langwierig - aber es musste sein, sie wurden noch für weitere Schießübungen benötigt. Besucher der Trapperbehausungen staunten nicht schlecht über deren rustikale Ausstattungen.

Eine Urlauberfamilie aus Gerlingen erfuhr von Clara Eichler etwas über die raffinierten Funktionen eines Tipis, das beim genauen Hinsehen nicht nur ein einfaches Zelt aus Stangen und Baumwolltuch ist. Die Tipi-Expertin kommt aus Backnang und lebt seit 1988 leidenschaftlich das ursprüngliche Trapperleben reell nach. Ihre Kleidung und die ihres Sohnes stellt sie in teils mühevoller Handarbeit selbst her. Schließlich soll alles möglichst authentisch sein.

Bestimmt begegnet man dieser etwas anderen Gesellschaft im nächsten Jahr beim Schwarzpulverschießen und Trappertreffen in Sulzbach wieder. Die Szene rundete Country- und Westernmusik von "Jackson & Colada" und der Stand eines Lederwarenhändlers auf dem Festplatz vor dem Sulzbacher Schützenhaus ab.

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