Tafel für die Fremdenlegion Zu Beginn in Schillingsfürst einquartiert

Eine Tafel erinnerte jetzt in Schillingsfürst an den Ursprung der französischen Fremdenlegion. Zu ihrer Enthüllung sind zahlreiche ehemalige Legionäre in die Schlossstadt auf der Frankenhöhe gekommen.

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hemalige Fremdenlegionäre stehen in Schillingsfürst stramm.  Foto: 

Enthüllt wurde die Tafel an der Fassade des Schlosscafés, dessen Räume noch Eigentum des Fürstenhauses sind. Fürst Constantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst-Waldenburg als Schirm- und Hausherr sprach den beiden Ideengebern und Initiatoren Siegberth Holter und Johannes Munique (beide aus Schillingsfürst) seinen Dank aus. Er freue sich, dass mit dieser Tafel das Andenken an diese "sagenumwobene Truppe" der Legion Mirabeu, auch Legion Hohenlohe genannt, aufrechterhalten wird.

Nachdem Siegbert Holter den Weg des Gedankenaustausches bis hin zum Festakt kurz umrissen hatte, sorgte die Stadtkapelle Schillingsfürst mit der französischen Nationalhymne, der Marseillaise, und mit der deutschen Nationalhymne für eine feierliche Note. Zahlreiche Funktionsträger nahmen an dem Festakt teil, darunter Abordnungen der Amicale des Anciens de la Légion Etrangère aus Baden-Württemberg und Frankreich sowie Vertreter der Bundeswehr.

"Es lebe die deutsch-französische Freundschaft"

Bürgermeister Friedrich Wieth betonte, dass zu den zahlreichen Besonderheiten, die seit Jahrhunderten die Stadt Schillingsfürst prägen, wie beispielsweise die jenische Sprache, jetzt ein weiterer Akzent hinzugekommen sei, der die Schlossstadt als historisch und touristisch bedeutenden Ort in der Region weiter festige. Der stellvertretende Landrat Kurt Unger hob hervor, dass das auf einer Anhöhe liegende Schloss an der europäischen Wasserscheide die Region besonders präge und stellte die Erinnerung an die Gründung der Fremdenlegion auf eine Stufe mit den historischen Festen in Dinkelsbühl und Rothenburg.

Den Löwenanteil des Festaktes nahm jedoch die Festrede des Generaldelegierten des Souvenir Français, Prof. Dr. Dr. Dominique J.M. Soulas de Russel von der Universität Tübingen, ein. Er erinnerte an die Ursprünge, die zur Gründung der Fremdenlegion geführt hatten. So war die ursprüngliche Legion Mirabeau zum Hohenlohischen Truppenkorps erklärt worden, welche als Quartier das Schillingsfürster Schloss bekommen hatte. Später wurde diese ursprünglich deutsche Einheit zu einer französischen, deren Wahlspruch "Honneur et Fidélité" (Ehre und Treue) lautete, und sie wurde zum vollwertigen Bestandteil der regulären französischen Streitkräfte. Diese bislang wenig bekannte, aber gemeinsame deutsch-französische Geschichte, könne nun in Schillingsfürst gefeiert werden, so Russel, der mit den Worten abschloss: "Es lebe die deutsch-französische Freundschaft."

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