Schnelldorfer fürchten große Nachteile für ihren Bahnhalt

Die Gemeinde Schnelldorf und die Bahnaktionsgruppe "Reaktivierung jetzt" organisieren ein Treffen am Haltepunkt Schnelldorf. Es soll auf vermeintliche Missstände und Fehlplanungen aufmerksam gemacht werden.

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In der Gemeinde Schnelldorf ist man mit den Planungen hinsichtlich der künftigen Bedienung des Bahnhaltepunktes nicht einverstanden.  Foto: 

Mit der Inbetriebnahme der S-Bahn-Verlängerung bis Dombühl ab Dezember 2017 wird eine räumliche Teilfortschreibung des bestehenden Nahverkehrsplans im Bereich "Bedienungshäufigkeit" erforderlich. Zudem sollen Linienbündel gebildet werden, um das Verkehrsangebot auch im Bereich Schnelldorf zusammenhängend zu überplanen und zu optimieren, so eine Mitteilung des Ansbacher Landratsamtes.

Sowohl mit den Planungen für diese Teilfortschreibung wie auch mit den beabsichtigten Umstrukturierungen der Deutschen Bahn AG, den Bahnhof Schnelldorf betreffend, ist man nicht vorbehaltlos einverstanden. "Schnelldorf wird langfristig auf der Strecke bleiben", so Gemeinderat Gerhard Probst (CSU), der die Planungen zu sehr auf andere Haltepunkte zugeschnitten sieht. Auch Renate Fischer und Bernd Glasauer (beide Unabhängige Bürger) sehen "keine Optimierung" für Schnelldorf und wollen deshalb mit Forderungen an die Verantwortlichen herantreten. Auch der künftige Haltepunkt in Leutershausen-Wiedersbach werde bevorzugt behandelt, so ihr Vorwurf. Weil die Deutsche Bahn AG zudem Einschränkungen im überregionalen Bahnverkehr zwischen Stuttgart und Nürnberg plant, hat sich Bürgermeisterin Christine Freier in einem Schreiben bereits an Landrat Dr. Jürgen Ludwig gewandt, um ihren Unmut darüber auszudrücken.

Keine konkreten Aussagen zur Situation möchte die Bayerische Eisenbahngesellschaft machen, so Freier, die jedoch dem bayerischen Landtagsabgeordneten Jürgen Ströbel (CSU) eine Unterstützung dahingehend abringen konnte, dass sich dieser zumindest für eine Beibehaltung des jetzigen Bedienungsstandards einsetzen will.

Aktuell organisiere die Gemeinde Schnelldorf mit der Bahnaktionsgruppe "Reaktivierung jetzt" ein Treffen am Haltepunkt Schnelldorf, wo auf Missstände und Fehlplanungen aufmerksam gemacht werden soll. Eingeladen zu der Veranstaltung am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr werden sollen neben den beiden Landräten aus Ansbach und Schwäbisch Hall auch die Bürgermeister aus den angrenzenden Kommunen Wallhausen, Kreßberg und Satteldorf, welche ihre Unterstützung bereits zugesagt hätten. Nach einem Ortstermin am Bahnsteig will man sich im Gasthaus Zur Eisenbahn zur Diskussion treffen.

Weitere Einladungen sollen an die zuständigen Landtagsabgeordneten sowie an Vertreter des Öffentlichen Personennahverkehrs gehen, so Freier; auch die Bürgerschaft ist eingeladen. Selbst Schnelldorfer Unternehmen hätten inzwischen die Bedeutung des Erhalts der derzeitigen Verbindungen zum Haltepunkt Schnelldorf für deren Mitarbeiter unterstrichen.

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