Rotoren trüben die nachbarschaftlichen Beziehungen

Ein Windrad des Kirchberger Windparks rückt Ruppertshofen zu nahe. In einer Stellungnahme lehnten es die Ilshofener Gemeinderäte deshalb ab.

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Die Ruppertshofener fühlen sich umzingelt: Rund um ihr Dorf schießen Windräder aus dem Boden, jetzt ist der südöstliche Ortsrand dran. Das stört sie sehr. Derzeit steht das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren des Kirchberger Windparks auf dem Plan. Bei einem solchen Verfahren geht es um die Belastungen, die der Windpark für die angrenzenden Gemeinden und ihre Bewohner hat - zum Beispiel, was Lärm oder Schattenwurf betrifft.

Die Stadt Ilshofen wurde nun als Nachbargemeinde aufgefordert, ihre Stellungnahme zu dem Projekt abzugeben. Dieser Windpark soll sich von der Nordseite Kleinallmerspanns bis zur Südostseite von Ruppertshofen ziehen, berichtete Bürgermeister Wurmthaler. Acht Windräder sind geplant. Sie sollen inklusive Rotoren 200 Meter hoch werden, eine kleinere, bereits bestehende Windmühle bei Kleinallmerspann wird dafür abgebaut.

Eines der geplanten Windräder steht allerdings direkt neben dem Dörrmenzer See und rückt den Ruppertshofenern besonders nah - und vor allem steht es jenseits der Straße, die Dörrmenz und Großallmerspann verbindet. Diese Straße hat Ilshofen schon früher als Grenze verlangt. "Doch wir haben noch keine Antwort erhalten", erklärte Wurmthaler, dabei sei es immer Anliegen der Gemeinde gewesen, "die Südseite von Ruppertshofen frei zu halten".

Deshalb sei besonders dieses Windrad den Ruppertshofenern ein Dorn im Auge, hieß es aus dem Ortschaftsrat. Auch der Ilshofener Gemeinderat lehnt es nun einstimmig ab. Die Räte betonten außerdem, dass die Grenzwerte für Lärm- und Schattenwurf eingehalten werden müssten - was in Großallmerspann nicht überall der Fall sei.

Ilshofen werde der Überschreitung von Grenzwerten weder für Großallmerspann noch für Ruppertshofen zustimmen. Nicht zuletzt sei auch die Autobahn bei der Betrachtung zu berücksichtigen.

Allerdings: Weil der Lärm der Autobahn vom Verkehr und nicht vom Gewerbe kommt (und nur um das geht es bei den Grenzwerten), fließt er in die Berechnungen nicht mit ein. "Wir hoffen halt, dass die Kirchberger Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen", sagte Ingrid Büeck, Ortsvorsteherin von Ruppertshofen.

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