Räte wollen Umfahrung

Michelfeld soll vom Verkehr durch die Bundesstraße 14 entlastet werden. Der Gemeinderat hat sich für eine Umfahrung ausgesprochen. Jetzt soll das Verkehrsaufkommen untersucht werden.

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Die Bundesstraße 14, und damit auch überregionaler Verkehr, führt durch Michelfeld. Foto: Marc Weigert

Der Bundesverkehrswegeplan wird fortgeschrieben. Bisher ist die Ortsumfahrung Michelfeld in der Dringlichkeit "weiterer Bedarf" eingestuft. Der Ortskern von Michelfeld wird durch die stark befahrene Bundesstraße 14 durchschnitten. Seit Jahren wird eine Südumfahrung diskutiert, die den Ort Richtung Süden umfahren und entlasten könnte.

Die Frage, ob die Gemeinde eine Ortsumfahrung von Michelfeld weiter forcieren soll, wurde erörtert. Es sollen aktuelle Zahlen zur Verkehrsbelastung erhoben werden. Volker Mörgenthaler stellte seine Pläne für eine Verkehrsuntersuchung vor. Mörgenthaler berichtet, Michelfeld werde im Schnitt täglich von 15000 bis 17000 Fahrzeugen durchquert.

An zwei Knotenpunkten entlang der Bundesstraße soll eine Verkehrszählung als Dauerzählung über eine Woche stattfinden - selbstverständlich außerhalb der Ferien und nicht an Feiertagen.

Zur Differenzierung werden die Kennzeichen der Fahrzeuge notiert. Autos, Schwerlastverkehr und Busse werden gesondert erfasst. Mit GPS wird ein Modell erarbeitet und eine Prognose für 15 Jahre, das heißt bis 2030, erstellt. Dabei soll auch berücksichtigt werden, wie sich die Entwicklung des Benzinpreises möglicherweise auswirkt oder eine mögliche Verkehrssättigung. Auch die Verkehrs- und Bevölkerungsentwicklung sollen eingerechnet werden. Die Ergebnisse der Verkehrszählung sollen auf eine mögliche Südumfahrungs-Trasse gelegt werden. So sei ersichtlich, wie viel Verkehr dann noch durch den Ort fließe.

Diesen Ausführungen schloss sich eine Diskussion im Gremium an. Bürgermeister Binnig verwies auf die Entwicklungschancen der Gemeinde. Gemeinderat Volker Mauss meinte, es sei unrealistisch auf eine Südumfahrung zu hoffen. Er hält eine Optimierung der Bundesstraße für sinnvoller. Gemeinderat Heinz Zeisberger sagte, eine Zielplanung sei wichtig. Auch Friedrich Bäumlisberger hält die geplante Vorgehensweise für sinnvoll und meinte, über die Umfahrung könne man später immer noch debattieren. Die Verkehrsuntersuchung soll 17493 Euro kosten. Der Gemeinderat erteilte den Auftrag an das Ingenieurbüro Mörgenthaler einstimmig.

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