Polizei schnappt bundesweite Einbrecherbande

Mehr als 360 Einbrüche soll eine bundesweit operierende Bande verübt haben. Auch in Fichtenberg haben die Täter, die nun gefasst wurden, ihre Spuren hinterlassen, wie die Polizei berichtet.

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Insgesamt sechs Einbrüche in einer Nacht haben Mitte Oktober vergangenen Jahres in Fichtenberg für Aufregung gesorgt. Diese Straftaten - wir haben darüber berichtet - sind vermutlich geklärt: In Verdacht stehen sechs Personen, zwei Frauen und vier Männer, die der Polizei Idar-Oberstein jetzt ins Netz gegangen sind. Es handelt sich dabei um eine Bande, die im ganzen Bundesgebiet aktiv war und insgesamt 363 Einbrüche begangen haben soll. Gesamtschaden: rund 1,2 Millionen Euro. Tatorte waren in erster Linie Firmengebäude.

Wie die Polizeidirektion in Schwäbisch Hall ergänzend mitteilt, sollen die Tatverdächtigen für 17 Einbrüche im hiesigen Kreisgebiet verantwortlich sein - wobei sie neben Betrieben auch Vereinsheime plünderten. Die Gemeinde Blaufelden soll von der Gruppe gleich zwei Mal heimgesucht worden sein: Ein Einbruch wurde im Juni 2011 begangen, zehn weitere Taten im Oktober.

In Fichtenberg wurde in der Nacht auf den 14. Oktober zunächst eine Werkhalle in den Oberen Riedwiesen heimgesucht. Offensichtlich machten die Eindringlinge jedoch keine Beute. Auch ein Firmengebäude in der Nachbarschaft blieb nicht verschont. In der Schulstraße hebelten die Einbrecher damals die Tür der Schule auf und knackten danach weitere Türen. Offensichtlich fanden sie auch dort nichts Stehlenswertes. In einem Vereinsheim erbeuteten sie Bargeld.

Tatort Nummer fünf liegt im Aspachweg. Dort verschwanden aus einem Firmengebäude Bargeld, ein Laptop und ein Messgerät im Gesamtwert von rund 8000 Euro. In einem weiteren Betrieb wurde ebenfalls Bares gestohlen, darüber hinaus versuchten die ungebetenen Gäste, einen Tresor zu knacken - was ihnen laut Polizei nicht gelungen sein soll.

Aus ermittlungstaktischen Gründen berichtete die Kripo Idar-Oberstein, die nach mehreren Einbrüchen die Ermittlungsgruppe "Flex" gebildet hatte, erst gestern über die Zerschlagung der Bande. Der Zugriff soll bereits am 3. April in Offenbach/Main in enger Zusammenarbeit mit mehreren Polizei-Dienststellen und Spezialeinheiten erfolgt sein.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei deutsche Frauen, 22 und 41 Jahre alt, und vier Männer albanischer bezw. kosovarischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 18 und 36 Jahren. Eine ebenfalls festgenommene 23 Jahre alte Albanerin wurde wieder entlassen. Gegen zwei Personen wurden die Haftbefehle unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, vier Tatverdächtige sind in U-Haft.

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