Patiententag "Leben mit Krebs" im Caritas-Krankenhaus

Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim informiert beim Patiententag "Leben mit Krebs" am Dienstag, 12. März, über die Möglichkeiten der sogenannten "Komplementärmedizin" in der Onkologie.

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Bei einem Leben mit Krebs kann der Patient auch viel selbst zur möglichen Heilung beitragen, sagt nicht nur Dr. Edgar Hartung (links). Foto: Caritas-Krankenhaus

In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 430.000 Menschen neu an Krebs. Doch es gibt Hoffnung: In den vergangenen Jahren wurden in der Medizin vielversprechende Therapien entwickelt. Neue Methoden der Krebstherapie ermöglichen eine Heilung oder doch zumindest eine schonende Behandlung der Tumorpatienten. Dabei stellen viele Betroffene immer häufiger die Frage, ob sie durch eine veränderte Lebensführung die Therapie unterstützen und damit den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.

"Die Patienten stellen uns Ärzten immer wieder die Frage ,Was kann ich selber tun?", berichtet Dr. Edgar Hartung, Onkologe (Spezialist für Krebserkrankungen) und Leiter des Regionalen Centrums für Tumorerkrankungen RCT im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. "Die Betroffenen möchten sich aktiv an der Therapie beteiligen und selbst dazu beitragen, den Heilungsprozess zu unterstützen." Tatsächlich biete die Komplementärmedizin mit den sogenannten "sanften" Therapien die Möglichkeit, die körpereigenen Kräfte zu stärken, das Immunsystem zu unterstützen und die Chemo- oder Strahlentherapie besser zu vertragen. Zu diesen "sanften" Behandlungsmethoden gehören nach Angabe von Dr. Hartung Homöopathie, Naturheilkunde, aber auch eine optimierte Schmerzbehandlung, ernährungsmedizinische Beratung, psychoonkologische Betreuung und die Physio- sowie Sporttherapie. "Vor allem hier zeigen sich in Studien der letzten Jahre Erfolge nicht nur in der Primärprävention, sondern auch in der Sekundärprävention, also der Lebensqualität und der Prognose bereits betroffener Menschen", so der Onkologe.

Eindringlich warnt Dr. Hartung allerdings vor "Alternativen Therapien" und Außenseitermethoden, die nicht auf Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüft sind. "Komplementäre Onkologie versteht sich nicht als Alternative, sondern als wissenschaftlich begründete, ergänzende zusätzliche Methode zur Unterstützung der klassischen Krebstherapien wie Chirurgie, Chemotherapie und Strahlenbehandlung."

Neben weiteren Experten stehen die Leiter von Darmzentrum, Brustzentrum und Prostatazentrum im Caritas-Krankenhaus, Prof. Dr. Peter Baier, Dr. Thomas Prätz und Privatdozent Dr. Bernd Straub bei der Podiumsdiskussion für Fragen zur Verfügung. An den Infoständen beantworten die Ärzte außerdem die Fragen der Besucher. Auch die Selbsthilfegruppen präsentieren ihre Angebote. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Aula im Caritas-Krankenhaus.

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