Neues Ausbildungszentrum in Betrieb

Das neue Gebäude für die dezentrale Ausbildung von Rettungssanitätern wurde in Modulbauweise errichtet. Für die Kursteilnehmer gibt es zwölf Doppelzimmer im Dachgeschoss.

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Einweihung einer neuen rot-Kreuz-Bildungseinrichtung mit praktischer Demonstration: Landrat Klaus Pavel lässt sich von einer Schülerin an der Übungspuppe die richtige Wiederbelebung eines Schwerverletzten zeigen.  Foto: 

Auch wenn das Gerüst noch steht und die Außenanlagen erst später fertig werden: Die neue Bildungseinrichtung der DRK-­Landesschule in Ellwangen kann rechtzeitig den Betrieb aufnehmen, wenn jetzt die neue Ausbildung beginnt. Darüber freute sich nicht nur Schulleiter Helmut Gentner, sondern auch der Geschäftsführer der Landesschule, Alfred Schulz, beim Festakt im neuen Gebäude in der Dalkinger Straße.

Dr. Eberhard Schwerdtner vertrat als Vorsitzender des Rot-Kreuz-Kreisverbands den Bauherrn und als Vizepräsident des Landesverbands den Betreiber der Schule, der das Gebäude auf 50 Jahre angemietet hat. Sieben Millionen Euro habe der Kreisverband hier verbaut, hieß es. Der Standort sei anfangs durchaus umstritten gewesen. Entscheidend war das neue Konzept der Ausbildung.

Ursprünglich lief die Ausbildung zentral in Pfalzgrafenweiler. Künftig ist die DRK-Landesschule auf verschiedene Standorte verteilt, derzeit neun. Damit können nicht nur deutlich mehr Schüler aufgenommen werden, was angesichts dramatischer Personalnot im medizinischen Bereich dringend nötig ist. Man verspricht sich auch eine bessere Versorgung der Rettungseinrichtungen im ländlichen Raum. Das DRK-Ausbildungszentrum Ellwangen wird Schüler von Ulm bis Bad Mergentheim aufnehmen. Es wurden neben Büros, Sanitärräumen und fünf Lehrsälen auch zwölf Doppelzimmer im Dachgeschoss geschaffen.

Landrat Klaus Pavel sprach sich mit Blick auf die neuen Lern­inhalte dafür aus, den jungen Notfallsanitätern mehr zuzutrauen: „Wir sollten im Verbund mit den niedergelassenen Ärzten mehr Kompetenzen zulassen und so den Menschen im ländlichen Raum auch künftig die medizinische Versorgung bieten, die sie brauchen.“ Hintergrund sind zwei Bundesgesetze, das Betäubungsmittelgesetz und das Heilpraktikergesetz, die in ihrer bisherigen Form den ausgebildeten Sanitätern nicht erlauben, im Einsatz das erweiterte Wissen auch einzusetzen. An die künftige Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier ging die Bitte, für eine Neuregelung zu sorgen.

OB Karl Hilsenbek sah in der DRK-Landesschule eine wertvolle Bildungseinrichtung, die Personen aus dem weiten Umkreis nach Ellwangen führt. Landtagsabgeordneter Winfried Mack meinte, das Rettungswesen werde stetig leistungsfähiger. Die Ausbildung müsse entsprechend mitwachsen.

Architekt Timmo Basic vom Bopfinger Büro „Basic Hildner“ erklärte die Bauweise aus 24 vorgefertigten Modulen. 12 000 Quadratmeter umbauter Raum und eine Tiefgarage mit 37 Stellplätzen entstanden in einem Jahr.

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