Neuer Anlauf für Stadtbahn

Experten aus Karlsruhe sollen zwei Varianten untersuchen, wie der Schienenverkehr auf der Hohenlohebahn zwischen Cappel und Hall verbessert werden kann. Beide Kreistage kommen noch einmal zusammen.

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In einem ersten Angebotsentwurf, der noch nicht vollständig geprüft ist, geht es um die Strecke Cappel-Waldenburg und Cappel- Hall der Hohenlohebahn. Zwei Varianten sind im Gespräch: Die eine verzichtet weiter auf eine Elektrifizierung der Strecke. Die andere fasst Teilabschnitte ins Auge, die für E-Loks befahrbar wären.

Dies könnte einer schrittweisen Verlängerung der Stadtbahn gleichkommen, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmt. Frühere Studien waren bis Waldenburg schon einmal zu einem positiven Ergebnis gekommen. Zwischen dem Haller und Hessentaler Bahnhof scheint eine Elektrifizierung unmöglich: Zwei Tunnelbauwerke treiben die Kosten extrem nach oben.

Die Firma Transport-Technologie-Consult aus Karlsruhe (TTK) hatte in ihrer jüngsten Hauptstudie eine Gesamt-Elektrifizierung verworfen. Die Ergebnisse waren den Hohenloher und Haller Kreisräten am 25. Januar in Waldenburg vorgestellt worden. Grundlage für die erste Alternative zu den dort präsentierten Planfällen ist ein Antrag der Haller Kreistagsfraktion von Grünen und ÖDP, die eine "Stadtbahn light" ins Auge gefasst haben. Demnach bleibt es beim zweistündigen Takt des Regionalexpresses zwischen Crailsheim und Heilbronn, der aber mit moderneren Diesel-Triebwagen beschleunigt werden soll. Stündlich würde die Regionalbahn zwischen Sulzdorf und Öhringen verkehren. Eine Elektrifizierung ist in diesem Konzept wegen der hohen Kosten nicht vorgesehen. Dafür soll es sieben neue Haltepunkte geben: Sulzdorf, Hall-Scharfes Eck, Gailenkirchen, Kupfer/Neu-Kupfer, Waldenburg-Gewerbepark, Neuenstein und Öhringen-Cappel (Richtung Waldenburg).

Die von den Kreisen Hohenlohe und Hall beauftragte Firma TTK hatte in ihrer Hauptuntersuchung ebenfalls empfohlen, auf die Verlängerung der Stadtbahn zu verzichten und auf spurtstarke Dieseltrams zu setzen. Kosten und Nutzen lägen weit auseinander, eine Förderung des Landes sei ausgeschlossen, hörten die Kreistage in Waldenburg. Zum Stundentakt beim Regionalexpress wurde aber geraten. Außerdem könnte es laut TTK morgens, mittags und abends zwischen Hessental und Öhringen einen 30-Minuten-Takt geben - mit Stadtbahn-Anschluss.

Wie die Hohenloher Zeitung meldet, soll es im Juni oder Juli eine weitere Sitzung beider Kreistage geben. "Ja, das ist angedacht", bestätigt der Erste Landesbeamte des Hohenlohekreises, Günter Lang. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Haller Kreistags berät am heutigen Dienstag über die Vergabe der neuen Studie an die TTK - vorbehaltlich der Beteiligung des Hohenlohekreises. Der Hohenloher Dezernent Helmut Kercher war am 23. April zu einem Gespräch auf Arbeitsebene im Stuttgarter Verkehrsministerium. Über das Ergebnis wurde der Kreistagsausschuss nicht-öffentlich informiert.

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