Mosaikstein und Zeichen

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Symbolischer Akt: Ulrich Barlösius vom Hersteller übergibt einen überdimensionalen Fahrzeugschlüssel an Bürgermeisterin Christine Freier.  Foto: 

Seit vielen Jahren wird in der Gemeinde Schnelldorf am Fahrzeugkonzept der örtlichen Stützpunktwehr kontinuierlich gearbeitet. Ein weiterer Mosaikstein war jetzt die feierliche Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 4000. Die Anschaffung kostete rund 330 000 Euro, wobei der Kommune ein Eigenanteil von 140 000 Euro blieb.

Der Restbetrag floss in Form von Zuschüssen. So steuerte der Landkreis Ansbach einen Obolus von 75 000 Euro bei, während aus Mitteln des Freistaates Bayern weitere 115 000 Euro aufgewendet wurden. Ebenfalls vorgestellt wurde ein neuer Verkehrssicherungsanhänger für einen vergleichsweise deutlich niedrigeren Betrag.

Mit einem Augenzwinkern schrieb es der stellvertretende Landrat Stefan Horndasch der „fränkischen Bescheidenheit an der Landesgrenze“ zu, dass man in Schnelldorf gleich zwei neue Fahrzeuge präsentieren kann. Er überbrachte die Grüße des Landkreises und überreichte als Präsent ein Feuerwehrfahrzeug in Miniaturformat. Dagegen stellte Kreisbrandrat Thomas Müller das „Bewusstsein für Verantwortung“ in den Vordergrund, welches in Schnelldorf an den Tag gelegt würde.

33 Termine, 880 Stunden

Nach der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste ging Bürgermeisterin Christine Freier in ihrem Grußwort näher auf die Ersatzbeschaffung ein. Das bisherige TLF 24/50 aus dem Jahre 1980 habe nach 37 Jahren im Dienst nicht mehr den Anforderungen entsprochen und wurde inzwischen weiterveräußert. Schon im Juli 2014 habe der Gemeinderat deshalb einstimmig einen Ersatzbeschaffungsbeschluss verabschiedet.

Ein „Arbeitskreis Fahrzeugbeschaffung“ habe sich mit einem Berater intensiv für die Belange der Feuerwehr eingesetzt. Dafür gebühre der Dank der Kommune. Diesen Dank gab Kommandant Marcus Lechner umgehend an Bürgermeisterin und Gemeinderat zurück. Er wertete die Unterstützung vonseiten der Kommune als „deutliches Zeichen“, dass die Sicherheit der Bürger mit deren Sachwerten vor Ort einen hohen Stellenwert habe.

Der elfköpfige Arbeitskreis habe bei 33 Terminen und Treffen rund 880 Stunden an Arbeitsleistung aufgewendet, um das Vorhaben zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen. Anfang April dieses Jahres konnte das neue TLF 4000 dann in Ulm abgeholt werden.

18 Tonnen, 340 PS

Die neue Errungenschaft verfügt über eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe und einem Lösch­wasserbehälter. Darüber hinaus zählt ein installierter Schaummittelbehälter mit einem fest montierten Schaum- und Wasserwerfer zur Ausstattung.  Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 18 Tonnen und der Motor hat eine Leistung von 340 PS. Im Aufbau integriert sei die Ausrüstung zur Brandbekämpfung einschließlich 5000 Liter Löschwasser, 500 Liter Schaummittel sowie eine Zusatzbeladung für Waldbrände. Ein zusätzlicher Faltbehälter könne weitere 5000 Liter Wasser aufnehmen. Von Beginn an sei auf eine sehr konventionelle Ausführung des Fahrzeuges Wert gelegt worden, so Lechner.

Im Anschluss an die Vorstellung des neuen Fuhrparkmitglieds blieb es dem evangelischen Pfarrer Wigbert Lehner aus Oberampfrach sowie dem katholischen Stadtpfarrer Christoph Matejczuk aus Feuchtwangen vorbehalten, Fahrzeug und Mannschaft unter den Segen Gottes zu stellen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung übrigens vom Schnelldorfer Posaunenchor unter der Leitung von Frank Fischer.

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