Mit Mofas mächtig viel Spaß

Heute donnert Maik nicht mit seiner Harley Davidson über Land, heute begnügt er sich mit einem Mofa und hat trotzdem mächtig viel Spaß. So wie alle Teilnehmer dieses Rennens der besonderen Art im Eulenhof.

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Erfinder, Organisator und Moderator: Alexander Hemming.

Eine Stunde vor dem Rennen ist die Stimmung im Fahrerlager ausgesprochen gut. "Einer für alle, alle für einen" steht auf dem Banner des Racing Teams Schambächer Lumba. Und dieser Geist ist später mehr denn je gefragt. Maik Beuschlein ist nicht nur vom Alter (30), sondern auch von den Rennen her der Erfahrenste. 2005 ist er die sechs Stunden von Hilpertsweiler gefahren, auf dem Eulenhof ist er von Anfang an dabei, also seit 2009.

Erfinder dieser Veranstaltung ist Alexander Hemming eben von jenem Hof, im Beruf Produktmanager, in der Freizeit begeisterter Motorradfahrer und Pferdefreund. Er fährt bei einem Rennen in Oldenburg mit, ist begeistert und wird von seinen Kumpels so lange drangsaliert, bis er sein Versprechen einlöst: Ich veranstalte selbst ein solches Rennen. Inzwischen ist aus dem Ein-Mann-Unternehmen ein kleiner Verein geworden, dessen neun Mitglieder und viele Freunde ein Spektakel der besonderen Art auf die Beine stellen.

"Es macht einfach richtig viel Spaß", sind sich die Schambächer einig. "Wir sind beieinander und haben unsere Gaudi." Aber nicht nur: Vor dem Rennen wird die Herkules Prima 5 S technisch vorbereitet, werden Vergaser, Auspuff, Zylinder und Ritzel "optimiert". Für diese Feinheiten sind der 16-jährige Schüler Lars Geldner und der gelernte Kfz-Mechaniker Jens Thorwarth (28) zuständig. Sie haben die Maschine mit der Nummer fünf bestens vorbereitet, kommen später aber trotzdem mächtig ins Schwitzen.

Automechaniker Daniel Gabler (24) und Elektriker Steffen Wiestner (27) bestreiten ihr erstes Rennen und wechseln sich in den nächsten drei Stunden mit dem erfahrenen Maik ab. Der Le Mans-Start (die Piloten rennen zu ihrem Fahrzeug) klappt, ebenso wie die ersten Runden auf dem bestens präparierten Kurs mit engen Kurven, Sprüngen Schlamm und einem Anstieg. Und dann das: die Prima 5 S hat Aussetzer und will schließlich nicht mehr: Boxenstopp. Es vergeht wertvolle Zeit, doch die Schambächer schaffen es mit vereinten Kräften, dass das Rennen wieder aufgenommen werden kann. "Ich kann mir das nicht erklären", Jens Thorwarth steht die Anstrengung und Verzweiflung ins Gesicht geschrieben: Nach 45 Minuten bleibt das Mofa auf der Strecke stehen. Dieses Mal dauert es länger, bis der kleine, von werksseitigen 1,3 PS auf zwischen drei und fünf PS "hochgetunte" Motor wieder einen Ton von sich gibt. Aber Hauptsache, die Schambächer sind wieder im Rennen, im Gegensatz zu ihren Nachbarn. Ihr gelber Flitzer will und kann nicht mehr.

Info Gesamt: 1. Rantanplan ("Muggi" Gereke, Marco Schmelcher), 2. Ritch Bitch (Jörg Wüstner, Bernd Weinmann), 3. Spanish Fly Racing Team (Andreas "Spani" Spanaus, Steffen Ketteman, Hansi Walter), Classic Style Wertung: 1. Hello Titty (Thomas Sandri, Mario Heinkelein, Dennis Giehl), 2. Gummistiefelbande (Franz Köder, Bernhard "Datte" Milz, Karlheinz Kampmann), 3. Endress Racing Team ( Jörg Probst, Sven Schindler, Holger Wackler)

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