Millionenprojekt auf dem Weg

Ab Februar 2018 soll der Z-Bau auf dem Kasernengelände in Ellwangen zur Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie umgestaltet werden.

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Die Architekten Karl-Georg und Christoph Romer überreichen das Baugesuch in sechs Ordnern an Oberbürgermeister Karl Hilsenbek und Manfred Seifert vom Stadtbauamt (von rechts).  Foto: 

Die Planungen für den Umbau des sogenannten Z-Baus auf dem ehemaligen Kasernenareal in Ellwangen zur Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie (EATA) sind derzeit in vollem Gange. Jetzt wurde das entsprechende Baugesuch des Architektenbüros Romer an die Stadtverwaltung übergeben und der weitere Bauzeitplan abgesteckt.

Die Planungsunterlagen umfassen insgesamt sechs Ordner, die prall gefüllt sind mit Grundrissen, Skizzen, Ansichten und Dokumentationen. Der Ellwanger Oberbürgermeister Karl Hilsenbek stellte bei der Übergabe des Baugesuchs im Rathaus fest: „Die Planungsunterlagen sind nun fertig, jetzt schließt sich das baurechtliche Verfahren an.“ Belange des Denkmal- und Brandschutzes mussten vorab umfassend geprüft werden. Es bedurfte einer Klärung darüber, was in dem riesigen Gebäude baulich alles geleistet werden kann: Die Anzahl der Gauben, die Höhe von Geländern, die barrierefreie Erschließung, das Herausreißen von Fußböden und und und. All dies musste abgeklärt werden.

Auflagen seitens des Brandschutzes mussten natürlich ebenfalls erfüllt werden. „Es werden insgesamt 65 Brandschutztüren in dem großen Gebäude eingesetzt“, erklärt Architekt Christoph Romer.

Um einmal die gewaltigen Dimensionen des Z-Baus in der ehemaligen Reinhardt-Kaserne zu verdeutlichen. Auf insgesamt rund 10 000 Quadratmeter nutzbaren Raumes sollen rund 200 Unterkünfte für junge Erwachsene aus EU-Ländern und erwachsene Flüchtlinge entstehen, die in der EATA geschult werden. Jedes der Zimmer verfügt über eine Kochzeile und eine Nasszelle. Dazu gibt es zwölf Schulungsräume, wovon vier als Werkräume fungieren. Eine Heranführung der EATA-Teilnehmer an die handwerklichen Fachbereiche wird dabei geleistet.

Viele Behörden reden mit

Die vom Architektenbüro Romer beim Stadtbauamt eingereichten Planungsunterlagen werden nun gesichtet und geprüft. Sobald der rechtliche Rahmen abgeklärt ist, wandern die Unterlagen zum Regierungspräsidium in Stuttgart zur weiteren Prüfung. Die Gewerbeaufsicht und zum Beispiel das Gesundheitsamt müssen als Fachbehörden die Unterlagen ebenfalls prüfen und gegebenenfalls punktuell etwas korrigieren oder ergänzen. In einem weiteren Schritt steht die Vergabe von Fach­ingenieurleistungen in Sachen Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektroarbeiten an. Architekt Manfred Seifert vom Stadtbauamt erklärte dazu: „80 Prozent aller Bauleistungen werden EU-weit und 20 Prozent national ausgeschrieben.“

Der Ellwanger Gemeinderat wird sich dann mit dem Vergabethema in seiner nächsten Sitzung am 18. Dezember befassen. „Die Rückbauarbeiten im Gebäude sollen Ende Februar, Mitte März über die Bühne gehen“, schildert Oberbürgermeister Hilsenbek den weiteren Verlauf.

Die eigentlichen Arbeiten in den Bereichen Heizung, Elektro und Sanitär sind für frühestens Sommer des kommenden Jahres geplant. „Unser Plan ist es, rechtzeitig zum Kalten Markt 2020 alles bezugsfertig zu bekommen“, gab der Oberbürgermeister als Zielvorgabe aus.

Die Baukosten  für die EATA werden auf insgesamt 15 Millionen Euro geschätzt.

Die EU und das Land Baden-Württemberg haben 9,3 Millionen Euro als Zuschuss zugesichert. Auf die Stadt Ellwangen entfällt ein Anteil von 6,3 Millionen Euro. Der Kauf des Areals mit dem Z-Gebäude kostet 985 000 Euro.

Die Finanzierung erfolgt in mehreren Tranchen: 2017 werden 50 000 Euro verbucht, 2018  2,5 Millionen, 2019 6 Millionen, 2020 und 2021 jeweils 3 Millionen Euro. new

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