Michelbacher Traditionsfest mit neuem Schwung

Gemütliches und geselliges Kirchweihtreiben prägte die vergangenen Tage in Michelbach/Lücke. Der Dorfplatz mit dem Festzelt war auch dieses Jahr wieder ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

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  • Frauenpower (von links): Eva Jaeger, Sigrid Schmetzer-Jaeger, Thea Lechler, Cora Schmetzer, Lena Jäger, Heidi Reu und Selina Wurzbacher managten routiniert die Michelbacher Kärwe, mit Ulrike Schmetzer an der Bar im Hintergrund. 1/2
    Frauenpower (von links): Eva Jaeger, Sigrid Schmetzer-Jaeger, Thea Lechler, Cora Schmetzer, Lena Jäger, Heidi Reu und Selina Wurzbacher managten routiniert die Michelbacher Kärwe, mit Ulrike Schmetzer an der Bar im Hintergrund.
  • Bei der mittlerweile schon traditionellen "Kärwe-Gaudi" gab es eine Menge interessanter Preise zu gewinnen. Aber natürlich stand der Spaß im Vordergrund. Fotos: Hartmut Volk 2/2
    Bei der mittlerweile schon traditionellen "Kärwe-Gaudi" gab es eine Menge interessanter Preise zu gewinnen. Aber natürlich stand der Spaß im Vordergrund. Fotos: Hartmut Volk
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"Wir machen das relativ smart", umschreibt Ortsvorsteher Friedrich Strauß das unaufgeregte Dorffest im alten Ortskern. Will heißen: Kein großes Bühnenzelt, sondern ein liebevoll geschmücktes Feuerwehrzelt erwartete die Besucher. Den Verköstigungsbetrieb darin organisierten auf bewährte Weise wieder Heidi Reu und Sigrid Schmetzer-Jaeger mit ihrem jungendlichen Helferteam. Den beiden engagierten Michelbacherinnen ist es zu verdanken, dass es die Kärwe heute überhaupt noch gibt. Nachdem das Traditionsfest vor Jahren nahezu zum Erliegen gekommen war, wollten sich "Heidi" und "Siggi" nicht damit abfinden. Stattdessen beschlossen sie: "Bevor gar nix mehr geht, machen wir einen Kärwe-Biergarten auf."

Kärwe-Neuauflage geglückt

Die in bierseliger Laune zu fortgeschrittener Stunde beim Feuerwehrfest 2007 ersonnene Idee nahm Barbara Hofmann von der Gemeindeverwaltung durchaus ernst: "Zwei Tage später lag die Schankgenehmigung bei mir im Briefkasten", erzählt Schmetzer-Jaeger und lacht. Und weil es bei der nächsten Kirchweih in Strömen regnete, mussten sie gleich noch ein Zelt organisieren. Somit war die Kärwe-Neuauflage geboren.

Beim Backen und Kochen, Servieren und Abspülen wird das Duo tatkräftig von Familienmitgliedern und Freunden unterstützt: "Mein Mann fällt die Birken für den Zeltschmuck, und sogar meine siebenjährige Enkelin hilft mit beim Abspülen", erzählt Reu. Und Schmetzer-Jaegers drei Töchter haben gleich ihre Freunde und Freundinnen mit eingespannt. "Die drei können alle schon das alte Kärwe-Gebäck wie Blooz, Flachswickel und Schneeballen backen", berichtet die Mutter stolz. Ihr ist es ein großes Anliegen, dass die nachkommende Generation mit den dörflichen Traditionen aufwächst. Deshalb gab es heuer am Freitagabend erstmalig auch eine "Kinderkärwe" mit Filmvorführung und anschließendem Barabend mit Cocktails für die Kleinen.

Erster Preis: Sportrundflug

Am Samstagabend gehörte das Zelt dann den Großen: Bei dorfeigenem Schmetzer-Bier, schwarzem Blooz und anderen Kirchweihschmankerl, fand die Verlosung der lukrativen Kärwe-Preise statt, an der alle Michelbacher kostenlos teilnehmen konnten. Doch nur wer auch persönlich da war, konnte gewinnen - wie Anneliese Maunz, die sich über den ersten Preis, einen Sportrundflug über Michelbach, freute.

Mit Keyboard und Ziehharmonika sorgte Alleinunterhalter Günter Streng am Sonntagnachmittag für Stimmung im Zelt, und die Square-Dance-Gruppe aus Schwäbisch Hall begeisterte die Besucher mit schwungvollen Country-Tänzen. Motorscooter, Strohhüpfburg und Kletterbaum hielten die Kleinen auf Trab, während das Hauptinteresse vieler Älterer der vom ehemaligen Bürgermeister Karl Müller vorbereiteten Fotoausstellung im neuen Bürgersaal galt, die historische Bilder aus Michelbach zeigt (das HT berichtete).

Auch die Synagoge war geöffnet, und anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur hielt Hartmut Sautter aus Weikersheim einen Vortrag über die jüdischen Speisegesetze. Weil das komplizierte Regelwerk zum koscheren Essen nicht immer einfach umzusetzen war, hat die jüdische Kultur auch manche Witze darüber hervorgebracht, die den Vortrag würzten.

Weniger koscher ging es dann beim Kärwe-Ausklang gestern Abend zu - mit geselligem Beisammensein bei Kesselfleisch und Schlachtplatte im Zelt der Dorfmetzgerei Schenkel.

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