Landratsamt und Polizei starten die Aktion "Sicherer Schulweg"

Ostalb-Landrat Klaus Pavel fordert zum Schulbeginn von allen Verkehrsteilnehmern "umsichtiges Verhalten". Hintergrund: Jedes Jahr ereignen sich allein in Baden-Württemberg 17 000 Unfälle auf dem Schulweg.

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Polizei und Landratsamt raten Eltern, ihre Kinder zum Schulbeginn zu begleiten. Foto: SWP-Archiv

"Kinder brauchen unseren besonderen Schutz, besonders im Straßenverkehr. Deshalb sind eine langsamere Fahrweise und ein besonderer Blick auf die kleinen Verkehrsteilnehmer die beste Garantie dafür, dass Unfälle mit Kindern vermieden werden." Rücksicht auf Kinder sei der beste Unfallschutz, appellieren Landrat Klaus Pavel und der Chef der Ostalbpolizei, leitender Polizeidirektor Volker Schindler, an alle Verkehrsteilnehmer. Besonders zum Schulanfang steige die Unfallgefahr für Kinder, da sich die Verkehrsteilnehmer und die Schüler "erst wieder aufeinander einstellen müssen", gibt der Landrat zu bedenken und plädiert für umsichtiges Verhalten.

Regelmäßig zu Schuljahresbeginn werden umfangreiche Aktivitäten im Rahmen der Gesamtaktion "Sicherer Schulweg - Gib acht auf mich" zur Vorbereitung der Schulanfänger auf den Straßenverkehr und zur Verminderung von Unfällen mit Kindern durchgeführt. Maßnahmen im Rahmen der landesweiten Aktion werden auch im Ostalbkreis ergriffen.

Mobile Geschwindigkeitsmessungen

Ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit von Innenministerium, Verkehrsministerium und Kultusministerium ist die Reduzierung von Unfällen mit Kindern und Jugendlichen. Deshalb stehen im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" vor allem Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung auf dem Programm. "Auch im Ostalbkreis werden wir in den ersten Schulwochen im Bereich von Schulen und Schulwegen abgestimmt mit der Polizeidirektion verstärkt mobile Geschwindigkeitsmessungen durchführen und Verstöße konsequent ahnden", betont der Dezernent für Ordnung, Verkehr und Veterinärwesen Thomas Wagenblast.

Verstärkte Überwachung der Gurtpflicht

Neben den Geschwindigkeitskontrollen wird ein weiterer Schwerpunkt der Überwachung in der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht, bei Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche im Bereich der Schulwege liegen, ergänzt Hauptkommissar Achim Pfeifer, der Leiter der Verkehrspolizei. "Auch Fußgängerüberwege, die den Schulweg der Kinder sicherer machen sollen, werden verstärkt überwacht, wie die Bereiche vor den Schulen selber, wo es oft gerade die ,Eltern-Taxis sind, die den Verkehr behindern und die letzten Schritte vorm Klassenzimmer fast schon zu den gefährlichsten machen."

Thomas Wagenblast plädiert zudem für mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr: "Kinder und Jugendliche handeln spontan und impulsiv, sodass völlig überraschend gefährliche Situationen entstehen können." Das beste Mittel sei "temporeduzierendes, defensives und vorausschauendes Fahren". Dies gelte für Kraftfahrer genauso wie für Radfahrer, die sich mit Fußgängern einen Rad- und Fußweg teilen.

Polizei kommt zum Elternabend

Neben der Verkehrsüberwachung wird die Polizeidirektion Aalen in den nächsten Wochen viel Engagement in die Verkehrspräventionsarbeit investieren. Polizeibeamte aus allen Dienststellen werden dazu an Elternabenden in Grundschulen teilnehmen, um Eltern über die Möglichkeiten der Reduzierung des Unfallrisikos zu informieren.

Für die neuen Fünftklässler gibt es dazu parallel Verkehrsunterrichte, zu deren neuen "Erlebniswelt Schulbus" - und zwar in Zusammenarbeit mit verschiedenen Busunternehmen und der Kreisverkehrswacht des Ostalbkreises, informiert der dafür zuständige Leiter der Verkehrsprävention der Polizeidirektion, Thomas Maile.

Info Zu diesem Themenkomplex gibt es bei jeder Polizeidienststelle kostenloses Informationsmaterial. Für Schulen und Kindergärten besteht die Möglichkeit, das Theaterstück "Das kleine Zebra" zu buchen, um die Schulanfänger spielerisch auf die raue Verkehrswelt vorzubereiten, das in deutscher, aber auch in türkischer Sprache gespielt werden kann.

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