Keine Adler mehr über Schloss

Die Verwaltung des Schlosses Schillingsfürst (Landkreis Ansbach) und der Bayerische Jagdfalkenhof beenden nach 19 Jahren ihre Zusammenarbeit - offenbar nach einem Streit über Pachtzahlungen.

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Ein majestätischer Seeadler auf dem Landeanflug im Schillingsfürster Schloss: Der Bayerische Jagdfalkenhof hört nach 19 Jahren auf. Privatfoto

Schon der Start des Bayerischen Jagdfalkenhofes zu Höhenflügen über Schillingsfürst an Pfingsten 1993 funktionierte nicht reibungslos. Vorschnell eingeleitete Rodungsarbeiten hatten für Ärger gesorgt - ein Auftakt mit Baustopp und Bußgeld.

Jetzt endete ein Rechtsstreit um ausstehende Pachtzahlungen in einem gerichtlichen Vergleich. Zum Jahresende gehen Schlossverwaltung und Jagdfalkenhof getrennte Wege.

Von angeblich 180 000 Besuchern im Jahr war zu Beginn die Rede, die der Vogelpark mit seinen Flugvorführungen nach Schillingsfürst locken wollte. Die hohen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht. Wie es heißt, kamen zuletzt aber immerhin noch 40 000 Zuschauer pro Freiluftsaison, um Adler, Falken, Milane und Geier majestätisch am Himmel kreisen zu sehen. Das Miteinander zwischen Schloss und Jagdfalkenhof litt offenbar aber immer stärker, bis Fürst Constantin keinen Ausweg mehr sah und den Rechtsweg beschritt.

Bis zum Saisonende im Oktober gibt es noch Flugvorführungen, dann räumt der Jagdfalkenhof das Feld in Schillingsfürst und zieht auf seine seit 20 Jahren bestehende Niederlassung im Wildpark Schloss Tambach bei Coburg um.

Und die Schlossverwaltung verhandelt bereits mit einem eventuellen Nachfolger.

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