Kein Platz für christliche Feindesliebe

Mit Gottes Hilfe in den Kampf: In den Chor der deutschen Kriegspropaganda, der im ersten Weltkrieg erklang, stimmten auch Kirchen mit ein.

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Zu Beginn des 1. Weltkrieges standen das Recht und die Pflicht zum Krieg für das Vaterland bei den protestantischen Volkskirchen in Deutschland weithin außer Frage. In dieser "Kriegstheologie", die den Glauben für nationale Ziele instrumentalisierte, hatten Feindesliebe, Versöhnung und Vergebung, wie Jesus sie vorlebte, keinen Platz.

Auf Postkarten war zu lesen: "Vorwärts mit Gott!" oder"mit Gott für König und Vaterland". Jeder Soldat hatte auf dem Koppelschloss das Wappen des Kaiserreiches mit dem Slogan: "Gott mit uns". Gott und Jesus erscheinen als mächtige Verbündete, die das deutsche Volk zum Siegfrieden führen sollten. Aber je näher der Krieg an die "Heimatfront" rückte, je mehr junge Männer starben, desto fragwürdiger erschien diese Ideologie.

Am Sonntag, 6. Juli, um 15.30 Uhr, geht es in einem Vortrag von Erwin Holzwarth um das Thema: "Mit Gott in den Krieg". Er versucht, die Gründe zu erläutern, die dazu geführt haben, dass Christen diesen Krieg bejaht haben. Er erläutert, welchen Sinn und Trost die Soldaten und ihre Angehörigen im Glauben fanden und was die Pfarrer bei den Trauergottesdiensten den Hinterbliebenen sagen konnten. Als Grundlage dienen vor allem Ausstellungsstücke und Dokumente, die bei der Vorbereitung der Ausstellung gefunden wurden.

Info Das Heimatmuseum in Horlachen ist am Sonntag, 6. Juli, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Trachtengruppe lädt wieder ins Museumscafé mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ein.

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