Katrin Altpeter und Förderer besuchen zirkuspädagogisches Zentrum "CircArtive"

60 Kinder aus benachteiligten Familien werden derzeit in der Zirkusschule "CircArtive" betreut. Am Dienstag besuchte Sozialministerin Katrin Altpeter das zirkuspädagogische Zentrum auf dem Rappenhof.

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  • Schon nach wenigen Tagen in der Zirkusschule sind die Kinder und Jugendlichen bereit für atemberaubende Auftritte unter der Zirkuskuppel. 1/2
    Schon nach wenigen Tagen in der Zirkusschule sind die Kinder und Jugendlichen bereit für atemberaubende Auftritte unter der Zirkuskuppel. Foto: 
  • Ministerin Altpeter beim Versuch, auf dem Ball die Balance zu halten. 2/2
    Ministerin Altpeter beim Versuch, auf dem Ball die Balance zu halten. Foto: 
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Vom Polit-Zirkus genug, stürzte sich Sozialministerin Katrin Altpeter am Dienstag in den richtigen Zirkus: Sie besuchte die Zirkus-Schule "CircArtive" auf dem Rappenhof. Dort verbringen derzeit rund 60 Kinder aus benachteiligten Familien mit finanzieller Unterstützung der "Deutschen Fernsehlotterie", der "Allianz für Kinder und Jugendliche" sowie der "Town & Country Stiftung" ihre Ferien.

Die Zirkusfreizeit auf dem Rappenhof, an der Kinder aus Bruchsal, Reutlingen, Schorndorf und Waiblingen teilnehmen, ist Teil der bundesweiten Aktion der Deutschen Fernsehlotterie. Für die übernahm die Kinderkommission des Bundestages die Schirmherrschaft.

Und vollkommen ungehemmt durch den Besuch der Ministerin zeigten die Kinder, was sie seit Sonntag, als ihre "Zirkus-Ausbildung" begann, schon gelernt haben. Ob Tuchakrobatik oder Jonglage mit dem Teller, Balance auf dem Drahtseil - auch die Politik könne davon profitieren, gab Ministerin Altpeter zu: "Wenn es uns gelänge, für die Politik etwas daraus zu lernen, könnten wir manchen Konflikt konstruktiver lösen."

Kurz darauf stieg sie, gestützt von "Zirkusdirektor" und Rappenhof-Leiter Sven Alb, auf den Balancier-Ball, allerdings ohne lange darauf zu verweilen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Karin Altpeter und Sven Alb alte Bekannte sind, die sich vor rund 20 Jahren kennen lernten, als Altpeter Vorsitzende des Kreisjugendrings Rems-Murr war und Alb studentische Hilfskraft der Fachhochschule Esslingen. Zusammen erstellten sie den Jugendhilfeplan Rems-Murr, verloren sich dann aber aus den Augen.

Alb nutzte die Gelegenheit, die Frage einer Förderung für seine frischgebackene Zirkus-Hochschule anzusprechen. Seit dem 1. September ist er staatlich anerkannt und damit gleichzeitig auch Hochschuldirektor: "Der CircArtive ist das erste zirkuspädagogische Zentrum in Baden-Württemberg."

Durch die Unterstützung der Fernsehlotterie, der Allianz und der Stiftung Town & Country können bundesweit mehr als 800 Kinder aus finanzschwachen Familien in die Ferien fahren: "Auf die Erholung hätten sie sonst verzichten müssen", sagte Christian Kipper, Geschäftsführer der Fernsehlotterie. Und der ebenfalls anwesende Vorstand der Allianz-Stiftung, Hans-Christoph Dölle, ergänzte: "Wir freuen uns, dass wir durch die Aktion in diesem Jahr noch mehr Kindern eine unbeschwerte Ferienzeit ermöglichen können."

Für die 61 Kinder der "Zirkusschule" des Rappenhofs gehen die Ferien am 6. September zu Ende. In zwei Vorstellungen zeigen die Kinder am Wochenende vor Publikum, was sie gelernt haben. Auch Sven Alb freut sich, ist er doch ausgebucht: "In diesem Jahr verleben rund 4000 Kinder und Jugendliche ihre Freizeiten hier."

Auch die Ministerin äußerte sich begeistert: "Das Angebot ist einmalig. So können die Kinder den Zugang zum Zirkus finden, aber auch zu sich selbst und ihre Persönlichkeit stärken." Gleichzeitig lobte sie das Engagement aller Beteiligten.

Info Zwei Gala-Auftritte werden am heutigen Samstag, 5. September, und am Sonntag, 6. September, auf dem Rappenhof gezeigt. Die Gala am Samstag beginnt um 18 Uhr, am Sonntag geht's um 10 Uhr los.

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