Kälte bremst den Umbau Weinbaumuseum in Unlingen macht frühestens im Sommer auf

Im Winter haben die Handwerker trotz Eiseskälte im Uhlbacher Weinbaumuseum gehämmert und gesägt. Der kühle April bremste aber das Auftragen des Bodens. Mitte Juli könnte die Eröffnung sein.

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Die Weinfreunde müssen noch warten, bis sie das neu gestaltete Weinbaumuseum in Unlingen besuchen können. Die Arbeiten verzögern sich. Foto: Mathias Kuhn

Rund um das Weinbaumuseum im Wengerterdorf Uhlbach geht es momentan rund. Im Ortskern wird ein Fernsehfilm gedreht, in der Uhlbacher Straße gebaggert - nur im Weinbaumuseum geht es noch nicht so schnell voran, wie es sich die Verantwortlichen wünschen. Dabei haben die Handwerker in den Wintermonaten selbst bei widerlichen Temperaturen geschuftet. Ihr Werk kann sich sehen lassen. Im vorderen Bereich der Kelter, dort wo künftig die Besucher das Museum betreten werden, steht ein hölzerner Kubus. "Unsere künftige Vinothek", sagt Andrea Gehrlach, Prokuristin von Stuttgart Marketing, stolz. Der vordere Bereich, so sieht es das siegreiche Konzept des Architekten Fabian Lohrer vor, dient als Foyer und Kassenbereich für die Gäste, die die Ausstellung besuchen wollen.

Wer nur die Atmosphäre der ehrwürdigen Fachwerkkelter und ein oder mehrere Achtel Wein genießen will, der kann sich in der Vinothek setzen. Der neue Gastrobereich ersetzt das frühere Weinstüble, das rustikal gehalten war. Der hölzerne Kubus wirkt heller und zeitgemäßer.

Der Clou: Die bisherige metallene Treppe führt vom Eingangsbereich ins Obergeschoss. In aller Ruhe kann der Besucher auf der Empore die angebotenen "Tröpfle" verkosten und durch große Glasfenster in den Museumsbereich blicken.

Der imposante Kubus steht im Rohbau, die Elektriker sind gerade dabei Leitungen zu ziehen und die Elektrik für den Museumsbereich vorzubereiten. "Auch die Ausstellungsstücke und Exponate lagern bereits abholbereit. Der Aufbau der Ausstellung könnte beginnen", sagt Gehrlach. Doch einige zusätzliche Ausschreibungen und aktuell die Kälteperiode haben einen Strich durch den Zeitplan gemacht. "Um den neuen anthrazitfarbenen Industrieboden aufzutragen, benötigen wir mindestens zehn Grad Celsius", sagt Susanne Waldmann-Fetzer vom Liegenschaftsamt. Das könne noch einige Tage dauern, befürchtet sie. Es lohne sich nicht, die hohe Kelterhalle zu erwärmen. Die niedrigen Temperaturen verzögern die Umgestaltung der Ausstellung.

Ursprünglich sah der ehrgeizige Zeitplan einen Eröffnungstermin Ende Mai vor. Der könne nicht gehalten werden. Waldmann-Fezer rechnet nun damit, dass sich die Tore für das runderneuerte Weinbaumuseum im Juli oder sogar erst im August öffnen werden.

Die Besucher erwartet dann eine Mischung aus den bisherigen Ausstellungsstücken sowie moderne Darstellungsformen zum Thema Weinausbau und Anbau. "Die Besucher werden vieles rund um den Wein mit allen Sinnen erfahren können", verspricht Gehrlach. Damit die Weinfreunde sich jedoch nicht über Mängel, die unter Zeitdruck entstanden sind, ärgern müssen, bittet sie Neugierige um ein bisschen Geduld. "Wir nehmen uns die Zeit, die die Handwerker benötigen, dafür erhalten wir eine sehenswerte Umgestaltung", sagt Gehrlach.

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