Hohenloher Ventilspezialist GEMÜ feiert 50. "Geburtstag"

In der Ingelfinger Stadthalle ging kürzlich eine fürstliche Kommission ihrem Werke nach: Geprüft wurde, wie es um die Prosperität der Region stehe. Der Anlass: Ventilhersteller GEMÜ lud zum Jubiläum.

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Neben der Ehrenbürgerschaft Ingelfingens konnte sich Firmengründer Fritz Müller (Mitte) auch über eine Uhr aus dem Gründungsjahr seines Unternehmens, 1964, freuen. Diese überreichte Sohn und Geschäftsführer Gert Müller (links).  Foto: 

Im Jahr 1964 gründete Fritz Müller in Ingelfingen-Criesbach sein Unternehmen Gebrüder Müller Apparatebau - kurz GEMÜ. Im mütterlichen Haus arbeitete der junge Mann mit viel Ehrgeiz an seiner Idee: Ventile aus Kunststoff, die aggressiven Medien standhalten können.

Heute ist GEMÜ einer der Weltmarktführer der Region. 1400 Menschen arbeiten an Standorten in Deutschland, der Schweiz, China, Brasilien, Frankreich und den USA an den Produkten des Unternehmens. Das Portfolio der Hohenloher Firma umfasst 400.000 Produktvariationen. Das Jubiläum war dann auch Anlass für eine Zeitreise der besonderen Art: "Wirtschaftsinspektor" Johann-Christoph von Schöntal sollte im Auftrag von Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe-Ingelfingen auf humoristische Weise in Erfahrung bringen, ob dessen - heute 240 Jahre altes Dekret - zur Förderung des Gewerbes im Fürstentum denn auch gegriffen habe. Die Suche nach der Antwort führte den Herrn in Renaissance-Kleidung auch gleich zu den Feierlichkeiten zum 50-jährigen GEMÜ-Bestehen.

Die verschiedenen Interviewpartner konnten von Schöntal auch gleich beste Aussichten bestätigen: "Es läuft gut", erklärte Firmengründer Fritz Müller. Und auch Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer hatte nur gute Nachrichten für den Zeitreisenden. "Wir sind eine der innovativsten Regionen. Im Kreis herrscht die höchste Dichte an Weltmarktführern überhaupt. Auch verschiedene Zeitzeugen, angefangen mit Fritz Müllers Ehefrau Irmgard oder Hubert Strecker - der dem jungen Unternehmer seinen ersten Kredit bewilligte - und auch Mitarbeiter der ersten Stunde, fanden keine negativen Aspekte.

Die nächste Generation Müller, vertreten durch Fritz Müllers Sohn Gert und Neffen Stephan Müller, zeigte sich ebenso zuversichtlich: "Wir haben noch Pläne in der Schublade", sagte Gert Müller. Stephan Müller ergänzte: "Wir arbeiten daran, dass es auch die nächsten 50 Jahre so weitergeht." Eine besondere Überraschung hatte Bürgermeister Bauer in petto. Für seine Verdienste um die Stadt und sein Engagement in verschiedenen Einrichtungen kündigte Bauer an, dass Fritz Müller die Ehrenbürgerwürde von Ingelfingen verliehen wird. Eine Auszeichnung, welche ein sichtlich gerührter Fritz Müller gerne annahm.

Und so blieb auch der fürstlichen Kommission nur zu berichten, "dass Hohenlohe auch in den nächsten 50 Jahren in guten Händen liege und die Unternehmung GEMÜ gut gerüstet erscheine, der Zukunft entgegen zu treten."

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