Gschwender Gemeinderat beschließt Kindergartenbau für 1,9 Millionen Euro

Der Gschwender Gemeinderat hat am Montagabend grünes Licht für die Erweiterung des Kindergartens Buschberg gegeben. Mitte November soll mit dem Bau der neuen Räume begonnen werden.

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Zwei miteinander verbundene Baukörper sollen die Raumnot am Kindergarten Buschberg lindern.  Foto: 

Was den Ausbau des Kindergartens Buschberg in Gschwend anbelangt, ruft die Pflicht. Das Gebäude platzt aus allen Nähten, zwischenzeitlich wurden deshalb bereits zwei Container aufgestellt, um die schlimmste Not zu lindern. Der Platzbedarf aber wird weiter steigen, zumal der Gesetzgeber den Eltern einen Rechtsanspruch auf ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder von 0 bis drei Jahren einräumt. Zum 1. August 2013 erlangt dieser Anspruch Rechtskraft; die Kommunen müssen sich also sputen, wenn sie noch nicht über die nötigen Kapazitäten verfügen.

In Gschwend wären das zusätzlich 23 Plätze in drei Gruppen. Der Kindergarten soll deshalb durch zwei zusätzliche, miteinander verbundene Baukörper erweitert werden (die RUNDSCHAU hat berichtet). Entworfen hat den Anbau die Ludwigsburger Planungs- und Bauleitungsgesellschaft Knecht. Die Details wurden in einigen Sondersitzungen im August mit den Gemeinderäten und den künftigen Nutzern erläutert, diskutiert und abgestimmt, sodass Architekt Jochen Wilfert dem Gemeinderat am Montag ein zur Ausschreibung geeignetes Konzept vorlegen konnte.

Die Kosten werden sich nach dem neuesten Stand auf 1,91 Millionen Euro belaufen. Nicht enthalten sind Möbel, die bewegliche Ausstattung und eine dachintegrierte Fotovoltaikanlage, die der Eigenbetrieb Hallenbad finanzieren soll.

360.000 Euro aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" des Bundes sind bereits zugesagt. Was die Mittel aus dem Ausgleichsstock anbelangt - Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann rechnet mit 900.000 Euro - gibt es Signale mit Vorbehalt. Denn das Regierungspräsidium in Stuttgart erkennt zwar durchaus an, dass in Gschwend Handlungsbedarf herrscht und hat deshalb mit Schreiben vom 10. August auch dem vorzeitigen Baubeginn zugestimmt. Allerdings weist die Behörde ausdrücklich darauf hin, dass diese Zustimmung nicht automatisch mit einer Investitionshilfe verknüpft ist.

Das hat vor allem formale Gründe: Über die Ausgleichstock-Förderung wird erst im Sommer nächsten Jahres entschieden; Anträge müssen bis 31. Januar 2012 vorliegen. Einstweilen aber baut die Gemeinde auf eigenes Risiko.

Gleichwohl hat der Gemeinderat der Planung am Montag zugestimmt, den Durchführungsbeschluss gefasst und die dazu gehörigen Planungsaufträge an das Büro Knecht und die Fachplanungsbüros Köhler+Graupner und Ratioplan vergeben. Die Ausschreibung soll in den nächsten Wochen erfolgen, die Submission ist Mitte Oktober geplant, die Vergabe am 5. November. Bereits Mitte November soll dann mit dem Bau begonnen werden. Die Bauzeit wird sich voraussichtlich auf zwölf Monate belaufen.

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