Gebäude auf dem Fichtenberger Friedhof soll 2013 gebaut werden

Die Gemeinde Fichtenberg will keine Zeit verlieren. Bereits im nächsten Jahr soll ein neues Friedhofsgebäude gebaut werden. Der "Arbeitskreis Friedhof" hat sich am Donnerstag mit den Architekten getroffen.

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  • So stellen sich die Planer die neue Überdachung auf dem Fichtenberger Friedhof am Fuß des Viechbergs vor. Bei ungünstiger Witterung kann das weitgehend offene Gebäude mit Lamellenwänden verkleidet werden. Grafik: Architektenbüro Kuhn 1/2
    So stellen sich die Planer die neue Überdachung auf dem Fichtenberger Friedhof am Fuß des Viechbergs vor. Bei ungünstiger Witterung kann das weitgehend offene Gebäude mit Lamellenwänden verkleidet werden. Grafik: Architektenbüro Kuhn
  • Am vergangenen Donnerstag hat sich der Fichtenberg Arbeitskreis "Friedhof" mit den Architekten der neuen Friedhofsüberdachung getroffen. Von rechts: Gemeinderat Horst Kleinknecht, die Architekten Wolfgang und Esther Kuhn, Bürgermeister Roland Miola und der Bestattungsunternehmer Martin Frey. Foto: Färber 2/2
    Am vergangenen Donnerstag hat sich der Fichtenberg Arbeitskreis "Friedhof" mit den Architekten der neuen Friedhofsüberdachung getroffen. Von rechts: Gemeinderat Horst Kleinknecht, die Architekten Wolfgang und Esther Kuhn, Bürgermeister Roland Miola und der Bestattungsunternehmer Martin Frey. Foto: Färber
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Pflöcke und Bodenmarkierungen auf der Parkplatzfläche östlich des Fichtenberger Friedhofes zeigen bereits, welche Dimensionen die neue Überdachung auf dem Fichtenberger Friedhof annehmen kann. Die Möglichkeitsform ist angebracht, denn die lichte und luftige Überdachung, die das Haller Architekturbüro Kuhn vorgeschlagen hat, ist auf Erweiterung ausgelegt. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die jetzige Aussegnungshalle am Westeingang des Friedhofs durch ein weiteres Gebäude ersetzt werden, das hangseits an die neue Überdachung angebaut wird. Wie genau das aussehen kann, zeigt auch eine Infotafel, die am Parkplatz aufgestellt wurde.

Man habe genügend Platz gelassen, damit künftige Bauarbeiten den Beerdigungsbetrieb am neuen Gebäude nicht unnötig einschränken, erläuterte die Architektin Esther Kuhn am Donnerstagabend bei einem Vorort-Termin mit dem Arbeitskreis Friedhof. Kirchen- und Vereinsvertreter aber auch Bestatter hatten sich eingefunden, um die Planung im Detail zu diskutieren und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge vorzutragen.

Für das nun geplante Gebäude hatte sich der Gemeinderat nach einem Architektenwettbewerb entschieden. Eine Erweiterung der bestehenden Aussegnungshalle hatte sich, vor allem wegen der Topografie, als zu aufwendig erwiesen.

Der Entwurf zeigt ein halbrundes, säulengestütztes Holzgebäude mit offenen Wänden. In der Mitte ist ein erhöhter Bereich für Sarg und Pfarrer vorgesehen, der durch ein Oberlicht erhellt wird und zumindest in Teilen durch eine Rampe erreichbar sein wird. Links beziehungsweise westlich gibt es Platz für Sänger und Musiker, die sich nach ihrem Auftritt unauffällig zurückziehen können; rechts können Blumen und Kränze abgelegt werden. Da das Gebäude nach allen Seiten offen ist, können auch Menschen, die im Innern keinen Platz mehr gefunden haben, die Zeremonien problemlos verfolgen.

Die Ausrichtung nach Süden freilich gibt den Anwesenden zu denken: Im ungünstigsten Fall wird die Sonne direkt in das Gebäude knallen. Architekt Wolfgang Kuhn schlägt für solche Fälle vor, die Räume zwischen den Säulen teilweise mit Lamellen zu verkleiden - fünfzig Zentimeter oben dürften genügen, meint er. Auch an der westlichen Wetterseite wären Lamellenwände eine Option, um witterungsbedingten Unannehmlichkeiten zu begegnen.

Zehn Parkplätze sind bisher vorgesehen. Sie sollen bei Beerdigungszeremonien den Angehörigen vorbehalten bleiben. In der Nähe, etwa am Feuerwehrmagazin oder an der Gemeindehalle, gebe es genügend Parkplätze, betont Bürgermeister Roland Miola. Und Pfarrerin Ursula Braxmaier verweist auf die in Fichtenberg offenbar schon weit verbreitete irrtümliche Annahme, Beerdigungszeremonien würden künftig komplett auf dem Friedhof abgehalten. Die neue Überdachung ersetze nicht die Kirche, betont sie. Für kirchliche Belange hätte das Gebäude völlig anders konzipiert werden müssen.

Gebaut werden soll übrigens schon im nächsten Jahr. Man wolle die dafür notwendigen Verfahren möglichst schnell abschließen, kündigte Miola an. Das Büro Kuhn wird nun noch überlegen, wie das Fichtenberger Kriegerdenkmal, das sich ebenfalls am westlichen Eingang befindet, in das neue Ensemble integriert werden kann. Die von dem Bestattungsunternehmer Martin Frey geäußerte Befürchtung, der alte Teil des Friedhofs könnte dadurch abgewertet werden, teilt Miola nicht. In jenem Teil des Friedhofs werde man - Stichwort Friedwald - künftig neue Beerdigungsformen anbieten.

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