Für 1500 Kilometer Straßen zuständig

Für die Stadt bedeutete es ein großes Plus, als vor ziemlich genau zwei Jahren der bisherige Ellwanger "Dienstsitz" des Regierungspräsidiums Stuttgart zu einer echten "Außenstelle" aufgewertet wurde.

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Christian Schwarz (rechts) schneidet die Torte an, die drei Landkreise Ostalb, Schwäbisch Hall und Heidenheim zeigt. Ihm assistieren (von links) der Ellwanger Bürgermeister Volker Grab, CDU-Landtagsabgeordneter Winfried Mack und Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Foto: Fred Ohnewald

Nun wurde der Fortbestand dieser Einrichtung vor Ort mit der Einsetzung eines neuen Leiters sozusagen besiegelt. Regierungspräsident Johannes Schmalzl ließ daran auch keinen Zweifel.

In jüngster Zeit fühlte sich die Stadt Ellwangen ja - nicht ganz zu Unrecht - bisweilen vom Land vergessen, zur Seite gestellt. Als Regierungspräsident Johannes Schmalzl im Ellwanger Jeningenheim vor Vertretern der Landkreise Ostalb, Heidenheim und Schwäbisch Hall sowie deren Kommunen sprach, konnte davon indes keine Rede sein. Schmalzl führte Christian Schwarz als neuen Leiter des in Ellwangen angesiedelten Baureferates Ost ins Amt ein; Schwarz tritt damit die Nachfolge von Rudolf Miller an, der vergangenen November in den Ruhestand verabschiedet worden ist. Zugleich bestellte Schmalzl den "Neuen" zum Repräsentanten des Regierungspräsidiums in Ellwangen - das gab richtigen Applaus.

Konradin Heyd, Präsident der Abteilung Straßenwesen und Verkehr im Regierungspräsidium Stuttgart, hatte die Vertreter der Landkreise und Städte sowie die Mitarbeiter des Amts begrüßt und gleich eingangs betont, dass der Regierungspräsident damit deutlich zeige, dass er hinter dem Standort Ellwangen stehe. Wie bedeutsam das Baureferat Ost ist, zeige sich schon daran, dass hier das vergleichsweise riesige Gebiet von drei Landkreisen - Heidenheim, Ostalb und Hall - betreut werde.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl stellte Christian Schwarz vor, dem er große Erfahrung auf zahlreichen Posten bescheinigte; Schwarz sei kompetent, "unglaublich engagiert" und vor allem ein angenehmer Kollege. Der 49-Jährige wurde in Immenstadt geboren, trat 1998 nach einem Bauingenieurstudium in die Straßenbauverwaltung des Landes ein und bekleidete dort viele Posten, unter anderem als Chef der Bauleitung Schwäbisch Gmünd im Baureferat Ost sowie als Stellvertreter des Referatsleiters.

In Ellwangen wird er mit rund 60 Mitarbeitern für etwa 1500 Kilometer Straßen zuständig sein. Das Baureferat setzt Um- und Ausbauplanungen des Landes vor Ort um, koordiniert die Maßnahmen, fertigt Bauentwürfe, schreibt Arbeiten aus, vergibt sie und überwacht die Tätigkeiten. Eines der Großprojekte, für die Schwarz nun verantwortlich zeichnet, ist die Sanierung der Kochertalbrücke (Autobahn 6).

Schwarz selbst bezeichnete sich in seiner Ansprache als Pragmatiker und Optimisten sowie als "Teamplayer", der Respekt vor den Menschen und Leistungen pflege.

Schmalzl attestierte Schwarz als gebürtigem Allgäuer "eine robuste Persönlichkeitskultur" und gab ebenso aufgeräumt zur Kenntnis, dass im Baureferat zwar Geld und Personal fehlen, aber dass das schon immer so gewesen sei, man also damit umzugehen wisse. "Wohlstand folgt der Infrastruktur", zitierte Schmalzl und warnte, wer die Infrastruktur - in diesem Fall den Straßenbau - vernachlässige, versündige sich am Land.

Schmalzl versprach, dass auch nach der Reduzierung der Zahl der Außenstellen des Regierungspräsidiums die Dezentralität beibehalten werde, und Ellwangen spiele dabei eine "ganz wichtige" Rolle.

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