Ein Projekt für die Zukunft

Mit der Einweihung ihres Bürgerhauses, zu dem das alte Rathaus umgebaut worden ist, feiern die Einwohner von Michelbach/Lücke morgen den Abschluss eines zukunftsweisenden Projekts im Ortskern.

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  • So zeigt sich das alte Rathaus heute. Es ist dient jetzt als Bürgerhaus und als Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle. Foto: Melanie Laukemann 1/2
    So zeigt sich das alte Rathaus heute. Es ist dient jetzt als Bürgerhaus und als Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle. Foto: Melanie Laukemann
  • Das ehemalige Michelbacher Rathaus während der Umbauarbeiten, die drei Jahre dauerten. Privatfoto 2/2
    Das ehemalige Michelbacher Rathaus während der Umbauarbeiten, die drei Jahre dauerten. Privatfoto
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Bevor mit dem Bau begonnen wurde, gab es in Michelbach über viele Jahre Diskussionen über die Zukunft des ehemaligen Rathauses. Mit der Aufnahme der Ortschaft in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) wurde aus der Diskussionsphase eine Planungsphase. Viele Bürger, Bürgermeisterin Rita Behr sowie der Gemeinderat und der Ortschaftsrat haben sich für den Umbau des Gebäudes zu einem Bürgerhaus ausgesprochen.

Die Planungen leitete Gerhard Reiss, der später die Bauleitung übernahm. Nachdem ein ELR-Zuschuss von etwa 50 Prozent der Bausumme bewilligt wurde, begannen die Bauarbeiten vor zirka drei Jahren.

Mit viel Schaffenskraft und mit viel Herzblut haben die Helferinnen und Helfer des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus, Unterstützer und viele Spender in einer Gemeinschaftsleistung dafür gesorgt, dass das Haus in neuem Glanz erstrahlt. Die Ortschaft Michelbach und die Gemeinde Wallhausen haben mit dem Dorfgemeinschaftshaus eine Begegnungsstätte bekommen, die ein Gewinn für das Miteinander in der Ortschaft ist.

Das Bürgerhaus soll es als zusätzliche Begegnungsstätte ermöglichen, dass sich Personen in gemütlicher Runde austauschen, dass große Ereignisse gemeinsam als Public Viewing erlebt werden können. Die Räume stehen auch für Ortschaftsratssitzungen und private Familienfeste zur Verfügung.

Den Vereinen von Michelbach werden im Obergeschoss Vereinsräume zur Verfügung gestellt. Im Erdgeschoss sind neben der Verwaltungsstelle die sanitären Anlagen, eine Küche und ein rund 90 Quadratmeter großer Saal untergebracht. Der Umbau kann am Tag der Einweihung, über die Kirchweihtage sowie zu den Sprechzeiten der Verwaltungsstelle besichtigt werden. Im Bürgerhaus befindet sich auch das Ortsarchiv, das auf eine Initiative des früheren Michelbacher Bürgermeisters Karl Müller zurückgeht. Über zwei Jahre lang hat ein kleiner Arbeitskreis, bestehend aus Ortsvorsteher Friedrich Strauß, dem Initiator Karl Müller, Lina Feldmeyer, Luise Mack und Ernst Trumpp das Material für ein kleines Ortsarchiv zusammengetragen.

Hier ergab sich zunächst die Schwierigkeit, dass Bücher der Ortsgeschichte nicht mehr auffindbar waren; letztlich konnten sie dann doch als Duplikate wiederhergestellt werden. Allerdings endeten die Aufzeichnungen mit dem Wegzug des letzten Chronikschreibers, Schulleiter Joachim Leidecker. Karl Müller hat es übernommen, die Fortsetzung der Ortsgeschichte von 1962 bis 2010 niederzuschreiben.

Bei der Bürgerhauseinweihung am Donnerstag, 30. August, wird die Ortsgeschichte in sechs Bänden der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu gehören die Ortschronik bis 1961 von Joachim Leidecker; die Ortschronik von 1962 bis 2010 von Karl Müller; die Michelbacher Kirchengeschichte von Wilhelm Schultze; ein Band über die Juden in Michelbach von Friedrich Rüb; das Werk "Sitte und Brauchtum am Beispiel des fränkischen Dorfes Michelbach an der Lücke" von Wilhelm Schultze und ein Buch über die Flurnamen von Michelbach/Lücke von Friedrich Rüb.

Außerdem gehört zum Ortsarchiv eine Sammlung von rund 1000 Bildern zum Thema "Michelbach von einst bis jetzt". Karl Müller hat von 1966 bis heute alte Bilder aus Archiven, privaten Alben, einer Dia- Sammlung zusammengetragen, und er hat auch selber fotografiert. Auf digitalen Datenträgern hat er die Bilder dem Ortsarchiv überlassen. Die sechs Bände der Ortsgeschichte können während der Öffnungszeiten der Verwaltungsstelle und zu besonderen Öffnungszeiten eingesehen werden.

Die Bildersammlung wird vom 30. August bis zum 2. Dezember im Bürgerhaus ausgestellt. Zu sehen sind unter anderem Bilder von Kirche, Schloss, Brauerei und Synagoge, alte und neue Dorfansichten, alte Postkarten, Luftaufnahmen, alte Schul- und Konfirmandenbilder, Heimat- und Sängerfeste mit Umzügen, Kirchweih, Weihnachtsmärkte, Vereinsleben und Blumenschmuckwettbewerbe.

Am kommenden Wochenende wird in Michelbach die traditionelle Kirchweih gefeiert. Sie dauert vom Freitag, 31. August, bis zum Sonntag, 2. September.

Zum fünften Mal werden Heidi und Sigrid als Zelt-Team die Besucher im Zelt auf dem Dorfplatz verwöhnen. Der Zeltbetrieb beginnt am Freitag um 20 Uhr. Neben 50 Liter Freibier, Snacks und Musik steht eine Bar für alle Besucher bereit. Die Feuerwehr-Abteilung Michelbach zeigt am Samstag um 17 Uhr bei einer Schauübung auf dem Dorfplatz ihr Können. Ab 18 Uhr treffen sich die Gäste zum gemütlichen Beisammensein im Zelt. Neben der Bar wird bei schönem Wetter der Biergarten geöffnet sein. Attraktive Preise, die um 22 Uhr verlost werden, hat der Ortschaftsrat für die Gäste gesammelt.

Der Kirchweihsonntag beginnt um 10 Uhr mit dem Gottesdienst.

Mit einer Neuauflage der Kärwe-Gaudi, die um 14 Uhr beginnt, wird der Ortschaftsrat die Besucher überraschen und sie zum Mitmachen animieren. Für die musikalische Unterhaltung am Nachmittag sorgen Günter Streng aus Michelbach sowie die Square-Dance-Gruppe aus Schwäbisch Hall. Info Der Förderverein Synagoge Michelbach lädt zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur am Sonntag, 2. September, ein. Die Synagoge ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr hält Hartmut Sautter einen Vortrag zum Thema "Was heißt hier koscher?".

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