Ein Dalmatiner im Hut

Hokuspokus Fidibus, Zicke-Zacke-Hühnerkacke. Der Zauberer Fidor Lantzsch weiß, wie man Kinder begeistert. Grundschüler in Westheim johlen.

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Der Zauberer Fidor hat in der Grundschule Rosengarten leichtes Spiel. Die Mädchen und Jungen folgen bereitwillig seinen Anweisungen und werden so in die Zauberkunst eingeführt. Foto: Beck

Noch ist es ruhig in einem Raum der Grundschule Rosengarten-Westheim. Der Zauberer Fidor bereitet seine Tricks und Utensilien vor. Sein richtiger Name ist Fidor Lantzsch, er lebt in der Nähe von Stuttgart. Der Förderverein der Grundschule schenke den Kindern zum 10-jährigen Jubiläum des Vereins die Zaubervorstellung, so Heike Lienert, Vorsitzende.

Dann ertönt die Schulglocke, die Kinder der ersten und zweiten Klasse stürmen den Raum. Urplötzlich steigt der Lärmpegel enorm. "Kinder, setzt euch hin!", rufen die Lehrerinnen. Es dauert ein paar Minuten, bis jeder sein Plätzchen gefunden hat. Der Anblick erinnert an einen Haufen Flöhe, der nicht zu bändigen ist. Zauberer Fidor beginnt seine Vorstellung mit einem großen schwarzen Hut, der plötzlich grün wird. Die Kinder klatschen begeistert in die Hände. "Malt Dalmatiner in die Luft", ruft Fidor. Und hoppla, zieht Fidor ein Tuch mit einem gemalten Dalmatiner aus dem Hut. "Du, komm nach vorne", sagt der Zauberer zu einem Mädchen. "Wie heißt du?" "Lucia", antwortet die Kleine schüchtern. Sie darf sich einen farbigen Zauberstab aussuchen und hilft Fidor, Tücher aus dem Hut zu zaubern. Das nächste Kind, das dem Zauberer helfen darf, ist Luisa. "Was macht eine Assistentin", fragt Fidor das Mädchen. "Lächeln!" Und Luisa lächelt. Aus einer Blumenwaschmaschine zieht Luisa mit Hilfe des Zauberers einen immer andersfarbigen Blumenstrauß hervor. "Applaus!" Die Kinder toben vor Begeisterung. Ein Mädchen aus dem Publikum fragt ihre Freundin neben sich, "wie geht denn das?".

Seit nunmehr 25 Jahren ist Fidor Lantzsch als Zauberer unterwegs. Dabei unterhält er nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. "Am liebsten sind mir die Kleinen", sagt Lantzsch, "die freuen sich am meisten über die Tricks". Ungefähr achtzigmal im Jahr ist Lantzsch mit seinen Shows in ganz Baden-Württemberg unterwegs. "Jetzt müsst ihr alle sitzenbleiben", sagt Fidor zu den Kindern. Es folge ein gefährlicher Trick. "Wir arbeiten mit Elefanten", die Kinder prusten los. Wo soll denn hier ein Elefant sein? Beim nächsten Trick befindet sich ein Würfel in einem Kasten, an dem sich vorne und hinten jeweils zwei Türchen befinden. Der Würfel soll im Kasten verschwinden, doch man hört ihn darin herumrutschen. Die Kinder lachen und wollen den offenen Kasten sehen. Lumpen lassen sie sich nicht. Doch plötzlich zieht Fidor den Würfel aus dem großen Hut und der Kasten ist leer. Verblüffte Gesichter.

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