Ehrgeizige Ziele im Blick

Trotz der negativen Entwicklung in Süddeutschland blieb der Umsatz des Künzelsauer Direktvertreibers Berner im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 8,5 Prozent nur leicht hinter den Erwartungen zurück.

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Die Berner Unternehmensgruppe mit den Geschäftsbereichen Berner, Caramba und BTI hat in dem Geschäftsjahr 2011/2012 zum ersten Mal in seiner nun 55-jährigen Firmengeschichte die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz hinter sich gelassen.

Insgesamt stieg der Umsatz des renommierten Handelsunternehmens um 8,5 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Derzeit beschäftigt die Berner-Gruppe europaweit 9000 Mitarbeiter in 60 Unternehmen verteilt auf 25 Länder. Alle Geschäftsfelder sind eigene Holdinggesellschaften. "Die Klammer über allem ist die Familie Berner", sagt Lothar Aulich, Vorstand der Bernergruppe. "Die Gruppe ist und bleibt ein Familienunternehmen." Auch dem Hauptstandort Künzelsau sowie dem Caramba-Standort Duisburg, bleibe man treu. Um das Wachstum schneller fortzusetzen, hat der Künzelsauer im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die bisher größte Akquisition der Firmengeschichte getätigt: Berner erwarb die Barnes Distribution Europe mit den Bereichen Kent, BD Services und Toolcom Supplies, die in neun europäischen Ländern rund 80 Millionen Euro Umsatz erzielt. Der Chemie-Direktvertreiber Kent wird Caramba angeschlossen, BD Services und Toolcom Supplies werden in Berner integriert. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet Aulich mit einem Wachstum "im oberen einstelligen Bereich". 300 neue Mitarbeiter sollen eingestellt werden.

Lothar Aulich: "Die Mitarbeiter sind ein extrem wichtiger Faktor. Wir können nur wachsen, wenn wir unsere Angestellten halten und neue, qualifizierte Fachkräfte bekommen. Das ist nicht nur in Hohenlohe ein Problem, sondern in ganz Europa." Geschuldet sei diese Problematik dem demografischen Wandel. Um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, hat Berner spezielle Vergütungsmodelle eingeführt. Außerdem sollen Führungspositionen durch das NextStop-Programm bald aus den eigenen Reihen besetzt werden können.

Lothar Aulich: "Wir stoßen an die Grenzen des Arbeitsmarktes. Schon im Geschäftsjahr 2011/2012 hätten wir mehr Mitarbeiter einstellen können, wenn die Fachkräftesituation anders wäre."

Info Mehr zur Entwicklung beim Handelsunternehmen in der nächsten Ausgabe von RegioBusiness.

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