Die Dorfschule im Wandel der Zeit

Mittelpunkt in jedem Dorf war früher die Volksschule, auch wenn sie nur eine Klasse hatte. In Horlachen wird an diese Zeit erinnert.

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Ein Original: der Schlüssel zur Hauptschule in Gschwend. Foto: Biernat

Die klassische Dorfschule war natürlich auch dem Wandel der Zeit unterworfen. Neue Anforderungen wie die Einführung von Jahrgangsklassen, Verlängerung der Schulzeit auf neun Jahre und neue Fächer wie Physik als auch Chemie besiegelten 1967 das Ende dieser Schulart, als in Gschwend eine Hauptschule als Mittelpunktschule eingerichtet wurde.

Die Anfänge waren schwer. Es fehlte insbesondere an Schul- und Fachräumen, denn die 1962 eingeweihte Volksschule war für alle Hauptschulen der Gemeinde schlichtweg zu klein. Nun begann auch der Schülertransport aus allen Ecken der Gemeinde, die Kinder durften kostenlos Schulbus fahren.

Die alten Schulwege über Berg und Tal wurden daher nicht mehr begangen und wuchsen allmählich zu. 1975 wurde schließlich das Hauptschulgebäude eingeweiht. Das dreigliedrige Schulsystem als die Schulform für Baden-Württemberg wurde gefeiert und noch kein Wölkchen trübte die Zukunft dieser Schulart.

Die Erinnerung an diese schulische und gemeindepolitische Umbruchzeit ist das Thema des Museumssonntages am 2. September im Heimatmuseum in Horlachen. Um 15.30 Uhr wird ein Rundgespräch über diese Anfangszeit veranstaltet, bei dem die Erinnerungen an diese Zeit wieder wach werden können. Mit alten Klassenbildern, Dokumentationen von Projektunterricht und Fotos des damaligen Lehrerkollegiums erinnert die Bilderausstellung im zweiten Stock an die Anfangszeit der Hauptschule.Info Das Heimatmuseum in Horlachen ist am 2. September von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Im Museumscafé bietet die Dorfgemeinschaft Horlachen wieder ihre leckeren Kuchen und Torten mit Kaffee an.

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