Der Zukunft verpflichtet

Der Vizepräsident der IHK Heilbronn Franken gehört zweifelsfrei zu den herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten in der Region. Mit Visionen und Tatkraft hat er nicht nur sein Unternehmen vorangebracht.

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Manfred Wittenstein: "Die Zukunft in der Tradition verwurzeln." Firmenfoto

Neuland betreten. Der Erste sein, der Spuren hinterlässt. Wege finden. Manfred Wittenstein ist ein Ingenieur mit der Fantasie eines Entdeckers. Bundeskanzlerin Angela Merkel schätzt ihn als Berater in ihrem "Innovationsdialog zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft", Bundesforschungsministerin Annette Schavan als Mitglied der "Forschungsunion Wirtschaft - Wissenschaft".

Am Sonntag, 2. September, feiert der bekennende Taubertäler nun seinen 70. Geburtstag. Zum Wiegenfest erscheint im Murmann-Verlag eine Festschrift der besonderen Art. Klaus Spitzley, viele Jahre Finanzvorstand der Wittenstein AG und langjähriger Weggefährte von Manfred Wittenstein, hat unter dem Titel "Hochleistungsnetzwerk Deutschland" namhafte Autoren um Beiträge gebeten. Darin schreibt Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Deutschland hat dem unternehmerischen und gesellschaftlichen Wirken Manfred Wittensteins viel zu verdanken." Für sein vielfältiges Wirken erhielt der Vater von vier Kindern zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch die Staufer- und die Wirtschaftsmedaille des Landes. So ist Manfred Wittentein seit 1999 Vizepräsident der IHK Heilbronn-Franken. Mit einem firmeneigenen Ausbildungszentrum, der "Wittenstein Talent Arena", sorgt er dafür, dass ambitionierte Schulabsolventen aus der Region eine exzellente Ausbildung erhalten. Sein Engagement für den Nachwuchs geht jedoch weit über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus: Die Wittenstein-Stiftung unterstützt seit 1996 einen oder zwei Abiturienten bei ihrem Ingenieurstudium. Eingesetzt hat sich Manfred Wittenstein auch für den Ausbau der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Der Campus Bad Mergentheim, eine Außenstelle der Dualen Hochschule Mosbach, geht auf die Initiative des Ehrensenators zurück.

Das Unternehmen seines Vaters Walter produzierte nach Kriegsende Handschuhnähmaschinen in Bad Mergentheim, später im benachbarten Igersheim. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes übernahm den Betrieb 1979 in schwierigen Zeiten - Damenhandschuhe waren aus der Mode gekommen. Der Wandel zu einem zukunftsfähigen Unternehmen begann mit der Entwicklung der spielarmen Planetengetriebe, das als Weltneuheit 1983 auf der Hannover Messe vorgestellt wurde. Zentrale Weichen auf dem internationalen Parkett wurden Anfang der 90er-Jahre gestellt, als die damalige "alpha getriebebau GmbH" auf einer Messe in Chicago ihre Produkte präsentierte. Aus diesen Anfängen ging die global tätige Wittenstein AG hervor.

Im vergangenen Jahr wurde der Ehrendoktor der Universität Mannheim in der Kategorie Industrie als "Entrepreneur des Jahres 2011" ausgezeichnet und vertrat Deutschland im Juni dieses Jahres bei der Wahl zum Weltunternehmer des Jahres in Monte Carlo.

Bereits während der Wirtschaftskrise begann der frühere Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA, 2007- 2010) mit der Planung der Wittenstein-Innovationsfabrik. In unmittelbarer Nähe zum Hauptsitz in Igersheim-Harthausen entsteht jetzt auf rund 18 000 Quadratmetern und einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro eine Fabrik der Zukunft. Die optimierte Nutzung neuer Produktionsstätten - dazu gehört auch eine hochspannende Vision, die das Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)seit geraumer Zeit fasziniert und antreibt: die mitdenkende Produktion oder plakativer formuliert: "das Internet der Dinge". In Fellbach bei Stuttgart will Manfred Wittenstein schon bald erste Konzepte von "Industrie 4.0" exemplarisch als regelrechte "Schaufensterfabrik" praxistauglich umsetzen.

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