Der Baumaschinenkonzern Terex geht mit Konecrane aus Finnland zusammen

Im Krangeschäft rollt aktuell eine Konsolodierungswelle durch die Branche: Nun wollen der US-Konzern Terex und Konecranes gemeinsame Sache machen. In der Region fertigt Terex Baumaschinen.

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Der US-Konzern produziert am Standort Crailsheim unter anderem Minibagger. Archivfoto  Foto: 

Die beiden Maschinenhersteller reagieren mit der Fusion auf die schlechter werdende Marktlage: Konecranes mit Sitz in Helsinki, Finnland, und der US-Baumaschinenriese Terex wollen zu einem Konzern mit 32 000 Mitarbeitern und rund 7,5 Milliarden Euro Jahresumsatz fusionieren. Terex-Chef Ron DeFeo, der den Konzern auch künftig leiten soll, sagte, Konecranes und Terex könnten dem Gegenwind in der Branche gemeinsam besser begegnen. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Namen Konecranes Terex PLC und hat seinen Sitz im finnischen Hyvinkää.

Nach offiziellen Mitteilungen soll Konecranes Terex "Globaler Marktführer für Hebesysteme und Material-Handling werden. Mit dem Zusammenschluss wollen sich beide Partner gegen die Konkurrenz aus Schwellenländern wehren und wettbewerbsfähiger sein.

Die Finnen sind auf Kräne für Fabriken, Werften und Häfen spezialisiert. Terex hat ein breiteres Produktspektrum mit Maschinen für den Bergbau, die Bau- und die Schiffsbranche. Unter anderem fertigt Terex an den Standorten Crailsheim, Langenburg und Gerabronn Minibagger und weiteres Baugerät. Das Unternehmen beschäftigt in der Region knapp 500 Mitarbeiter.

Die Fusion soll über einen Aktientausch abgewickelt werden. Nach diesem sollen 60 Prozent der Aktien des Konzerns im Besitz der bisherigen Terex-Aktionäre sein, 40 Prozent entfallen auf die bisherigen Konecrane-Anteilseigner. Von dem neuen, finnisch-amerikanischen Bündnis versprechen sich Terex und Konecranes Einsparungen von 119 Millionen Dollar, die innerhalb von drei Jahren realisiert werden sollen. Terex ist mit einem Jahresumsatz von rund sechs Milliarden Euro der deutlich größere der beiden Partner. Die Fusion "auf Augenhöhe" soll bis Anfang 2016 unter Dach und Fach sein.

Unklar ist bislang, wie sich die Fusion der Muttergesellschaft in den USA auf die Standorte in der Region auswirken wird und ob eine Konzentration auf das zusammengelegte Kran-Geschäftsfeld in Crailsheim, Langenburg und Gerabronn Arbeitsplätze kosten könnte. Die Geschäftsführung von Terex Compact Germany mit Sitz in Crailsheim äußerte sich auf Redaktionsanfrage "aus Zeitgründen" nicht zu den Folgen der Fusion. Die Terex-Standorte in der Region haben eine bewegte Geschichte hinter sich, die von Ortswechseln, Zukäufen, Ausgliederungen und Rückkäufen geprägt ist.

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