Brennstoffzellen-Test geht weiter

Das Brennstoffzellen-Projekt im Oberroter Rathaus wird fortgesetzt. Dieser Tage wurde eine Zelle der neuesten Generation installiert.

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Ende November 2009 gaben die Gemeinde Oberrot und der Energieversorger EnBW den Startschuss für den ersten Test einer Brennstoffzelle (wir berichteten). Diese lieferte durch die Umwandlung von Erdgas Wärme und Strom für ein angrenzendes Gebäude. Die Effektivität der Anlage wurde wissenschaftlich überwacht.

Mit der Installation der neuen Zelle setzen Gemeinde und EnBW ihre Pionierarbeit für diese Zukunftstechnologie fort. "Die Erfahrungen mit diesem ersten Gerät waren rundherum positiv. Es lief, auch wegen des guten Services durch den Hersteller, zuverlässig und sehr leise", berichten Bürgermeister Daniel Bullinger und Markus Edel von der EnBW einvernehmlich und sind davon überzeugt, dass so wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Technik gewonnen werden konnten.

Jetzt sei die Technik wieder einen Schritt weiter, und die nächste Gerätegeneration komme zum Einsatz. Die EnBW hat dazu ein neues Brennstoffzellen-Heizgerät vom Typ "Hexis Galileo 1000 N" in das Rathaus eingebaut. Wesentlicher Unterschied zum alten System ist der Wirkungsgrad, also das Verhältnis zwischen energietechnischem Aufwand und Nutzen. Er sei noch einmal gestiegen und liege jetzt, nach Angaben der EnBW, bei 95 Prozent. Effizient, umweltschonend und praktisch geräuschlos wandelt das System Erdgas direkt in Strom und Wärme um. Damit decke es den gesamten Wärmebedarf sowie den Grundbedarf an Elektrizität ab. Im Vergleich zu derzeit üblichen Systemen erziele eine Brennstoffzellen-Heizung vor allem eine deutlich höhere Effizienz und damit deutlich niedrigere Energiekosten, wirbt die EnBW für das Projekt. Darüber hinaus werde deutlich weniger klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt.

Die Installation erfolgte auch diesmal wieder im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Brennstoffzellen-Praxistests "Callux". Rund 200 Anlagen will allein die EnBW bis 2013 testen. Davon sind etwa 70 bereits installiert. Für das Unternehmen ist der stationäre Einsatz von Brennstoffzellen ein Beispiel dafür, wie dezentrale Energielösungen in Zukunft funktionieren könnten.

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