BAG Ellwangen: Finanzloch größer als erwartet

Das Bilanzloch der BAG Ellwangen ist noch größer als gedacht. Das hat die Inventur ergeben. Die Genossenschafter treffen sich am 22. März.

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Die jüngste Inventur der BAG Ellwangen brachte genau das zum Vorschein, was viele geahnt und befürchtet haben: Die Manipulationen der vergangenen Jahre waren noch viel umfangreicher, als bisher bekannt. In einer außerordentlichen Genossenschaftsversammlung am 22. März sollen die Details auf den Tisch kommen.

In der Führungsetage der BAG herrscht zwar keine Alarmstimmung, aber mehr als gedämpfter Optimismus ist Interimsgeschäftsführer Wolfgang Schenk und dem Geschäftsführer der BAG Hohenlohe, Michael Eißler, kaum zu entlocken. Am Mittwoch berichteten sie über den neuesten Stand.

Man hat Inventur gemacht. "Sehr, sehr gründlich", wie Eißler erzählt, der als Geschäftsführer der BAG Hohenlohe "beratend" die Ellwanger unter seinen Fittichen hat. Beide Genossenschaften sollen möglichst noch 2013 fusionieren.

"Unser Bauchgrimmen hat sich leider bestätigt", erklärt Eißler, "es wurden bedeutende Differenzen und Manipulationen entdeckt." Bislang ging man von einem Schaden von rund zwei Millionen Euro aus. "Da steckt nach unserer Ansicht kriminelle Energie dahinter", geht Eißler aus sich heraus.

Wie groß die "Unstimmigkeiten" sind, behalten Eißler und Schenk zunächst noch für sich. Sie wollen am 22. März erst den Genossenschaftern die Zahlen offerieren. Im Fokus der Staatsanwaltschaft Stuttgart stehen fünf Personen als Beschuldigte.

Es wird davon ausgegangen, dass der Wert des BAG-Eigentums samt Immobilien die durch die Manipulationen entstandene Finanzlücke deckt. Der Hohenloher BAG-Chef Eißler betont zwar, man "strebt die Fusion weiterhin an", doch das letzte Wort sprechen die Genossenschafter beider BAGen. Notwendig ist je eine 75-Prozent-Mehrheit.

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