Außendienst: Reinhold Würth "redet" Klartext

Ein offener Brief von Reinhold Würth an die Außendienstmitarbeiter des Stammhauses sorgt beim Handelskonzern derzeit für einige Unruhe.

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Die 3000 Außendienstmitarbeiter der Adolf Würth KG bekamen unlängst Post vom "Chef" persönlich. Seither hängt der Haussegen schief. Nachdem das Stammhaus im ersten Halbjahr seinen Umsatz nur um "mickrige" 4,8 Prozent steigern konnte, wurde der "Frontmann" deutlich.

In einem Mitte Juli verschickten siebenseitigen Schreiben formulierte der Vorsitzende des Stiftungsbeirates Vorgaben zwischen 25 bis 28 Prozent. Pro Werktag, so rechnete Reinhold Würth seinen Verkäufern vor, hätten sie lediglich einen Mehrumsatz von 29 Euro erreicht. Die Außendienstmitarbeiter sollten deswegen "ihre Zeiteinteilung an Werktagen überprüfen".

Die Konkurrenz konnte zum Teil deutlich mehr zulegen. Den Grund hat Reinhold Würth ausgemacht: Ein großer Teil der Außendienstmitarbeiter nutze die Arbeitszeit "nur zu 60 oder 70 Prozent".

Würth wurde deutlich: Der Konzern müsse sich möglicherweise von denjenigen trennen, "die vielleicht nicht mehr als ihre eigenen Kosten verdienen". Wer an der Arbeit keine "hobbyhafte Freude" verspüre und "unbändigen Spaß am Erfolg" habe, dem empfiehlt der Firmenpatriarch "sich einen anderen Job zu suchen".

Wie viele Verkäufer den Brief ganz gelesen haben, ist unbekannt, schließlich hatte Reinhold Würth aufgefordert, gleich nach Erhalt den Automotor anzuwerfen und zum Kunden zu fahren.

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