"Fremde" auf dem Bauernhof

Wie es auch ohne eigene Nachfolger eine Zukunft für gut aufgestellte Bauernhöfe geben kann - darüber informierte das Evangelische Bauernwerk.

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In vielen bäuerlichen Familien gibt es keinen eigenen Hofnachfolger, da sich die Kinder für einen Beruf außerhalb der Landwirtschaft entscheiden oder weil keine Kinder da sind. Daneben gibt es immer mehr junge Menschen, die es in die Landwirtschaft zieht.

Andreas Schnür vom Weingut Wohlgemut und Schnür betonte bei der Tagung in Hohebuch bei Waldenburg, wie wichtig es sei, rechtzeitig nach einem Nachfolger zu suchen. Denn in der Regel klappe es nicht beim ersten Interessenten, auch er sei der dritte Versuch seines Übergebers gewesen. Als Übergeber müsse man sich im Klaren sein, dass man den Betrieb loslassen müsse. Für seine Übergabe wurde ein Kommanditgesellschaftsmodell gewählt, mit dem auch Erben abgefunden werden konnten. Anders wurde es auf dem Milchviehbetrieb von Klaus Hieber praktiziert. Er hat 2008 von einem kinderlosen Ehepaar den Betrieb übernommen. Einen Teil des Betriebes hat er abgekauft, während er für den anderen Teil eine Leibrente zahlt. Er versteht sich mit seinen Übergebern sehr gut und ist froh, dass sie ihn mit ihrer Mitarbeit auf dem Betrieb unterstützen.

Ein anderes Modell stellte Pius Frey vom Völkleswaldhof vor. Er hat seit über 25 Jahren einen Betrieb gepachtet, der einer Industriellenfamilie gehört. Für ihn sei die Form der "eisernen" Verpachtung ideal.

Das Betriebskapital wurde zu Pachtbeginn geschätzt und als Dauerdarlehen für die Pachtzeit zur Verfügung gestellt. Bei Pachtende wird dann das Betriebskapital wieder zurückgeben. Zur Eigentümerfamilie besteht ein guter Kontakt, sodass auch für anstehende Investitionen immer miteinander ein Weg gefunden wird, wie Pius Frey bei der Tagung sagte.

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