Sattes Investitionsprogramm

Gaisbach.  Das Unternehmen will seine wegen der allgemeinen Wirtschaftskrise aufgeschobenen Bauprojekte nun zügig nacheinander verwirklichen.

Im Mittelpunkt steht dabei die deutliche Erweiterung der deutschen Zentrale in Gaisbach. Allein dieses Projekt wird nach vorläufigen Planungen rund 20 Millionen Euro kosten. Dabei sollen nicht nur ein neues Verwaltungsgebäude und eine Halle gebaut werden, sondern zusätzlich auch noch eine neue Würth-Niederlassung und ein Lkw-Warteplatz.

In Künzelsau selbst soll ein Skulpturenpark am Güldner-Gebäude entstehen und das Hotel Anne-Sophie erweitert werden (Fünf Millionen Euro). In der Planung ist auch noch ein Parkhaus in Gaisbach. Dieses Projekt hängt davon ab, ob die sogenannte "Nordumgehung" gebaut wird. Der Künzelsauer Gemeinderat hatte in seiner letzten Sitzung den Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet nördlich der Firmen-Zentrale beschlossen.

"Wir planen nicht um unserer selbst willen, sondern aus purer Notwendigkeit", erläuterte Bernd Herrmann, Geschäftsführer der Deutschland-Gesellschaft Adolf Würth GmbH & Co. KG: "Wir wachsen zurzeit mit 20 Prozent, wir schreiben permanent Rekordumsätze, da wird es in vielen Bereichen bereits zu eng."

Das Kultur- und Kongresszentrum wird zusammen mit dem Architekten David Chipperfield gerade allerdings abgespeckt. Hintergrund ist die Gründung des Auslands-Konzernsitzes in der Schweiz. Herrmann. "Unsere Auslandsgesellschaften werden dort tagen, sodass der Kongress-Schwerpunkt hier nicht so groß werden muss." Das Projekt ist nun auf 30 Millionen Euro veranschlagt. Über die endgültige Version soll im ersten Halbjahr 2011 entschieden werden, Baubeginn könnte dann im Jahr 2012 sein.

Mit den ersten Projekten soll es aber noch in diesem Herbst losgehen: "Wir werden wohl noch vor Jahresende den Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude feiern", erwartet Bernd Herrmann. 350 Arbeitsplätze sollen in dem Zwölf-Millionen-Euro-Bau entstehen, der wohl Anfang 2012 fertig wird. Weitere acht Millionen kostet die Vergrößerung der Kantine und die Sanierung bestehender Bürobauten.

Parallel soll auch die Logistik neu geordnet werden. Dazu sollen dort, wo zuletzt das große Festzelt stand, zusätzliche Parkplätze, eine Lkw-Wartezone und die neue Würth-Niederlassung entstehen. hst/ibe


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30.07.2010

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