66,7 Prozent aufgeklärt Abtsgmünder Polizeistatistik vorgestellt

Bei der Zahl der Delikte liegt die Gemeinde unter dem Durchschnitt, die Aufklärungsquote liegt bei 66,7 Prozent - so die Abtsgmünder Polizeistatistik.

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Die jährliche Abtsgmünder Polizeistatistik stellte Polizeihauptkommissar Gerald Wiesner im Verwaltungsausschuss der Gemeinde vor: "Dies höre sich natürlich dramatischer an, als es wirklich ist", meinte er angesichts der Zahl Delikte in der Gemeinde, die unter dem Durchschnitt liegt. Im vergangenen Jahr habe es 180 Straftaten ohne die Verkehrsdelikte gegeben. "Die hohe Aufklärungsquote von 66,7 Prozent veranlasse zu der Hoffnung, dass dies unter potenziellen Straftätern Unsicherheiten auslöse", meinte er. Allerdings könnte die Aufklärungsquote noch höher sein, "wenn die Bevölkerung mehr mitmachen und sich bei Informationen nicht so zurückhalten würde", betonte er. "Man traut sich nicht, etwas zu sagen. Dies hat mit Denunziation gar nichts zu tun", appellierte er an mehr Zivilcourage.

Allgemein gehe die Zahl der Straftaten bei den Erwachsenen zurück, so die Statistik. Besorgniserregend sei jedoch die Gewaltbereitschaft bei Schlägereien. Hier hätte zwar die Anzahl nicht zugenommen, aber die Härte, die oft an gefährliche Körperverletzung herangehe, vor allem, wenn schon am Boden Liegende massiv getreten werden.

Ein Sorgenkind seien auch die Betrugsdelikte und darunter vor allem die Internetkriminalität, wobei meist ältere Menschen abgezockt werden würden. Auch in der Gemeinde Abtsgmünd habe es Fälle gegeben. Wiesner sicherte zu, dass sich Betroffene jederzeit an die Polizei wenden könnten. Drogenkonsum sei sicherlich auch in Abtsgmünd ein Thema, "wobei jedoch keine konkreten Fälle bekannt sind". Hier liefe jedoch viel im Verborgenen. Es handle sich um eine sogenannte Holkriminalität, bei der die Polizei nur aktiv wird, wenn sie von sich aus ermittelt und nicht aufgrund von Anzeigen, "die so gut wie nicht vorkommen".

Abtsgmünds Bürgermeister Armin Kiemel bedankte sich bei Gerald Wiesner und seinen Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit und betonte, dass die geringe Deliktquote auch auf die ständige Präsenz der Polizeibeamten zurückzuführen sei.

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