Update: Vierjähriger nach Badeunfall in Langenburg gestorben

Ein vierjähriger Junge aus Gerabronn ist nach einem Badeunfall im Langenburger Freibad im Universitätsklinikum Erlangen gestorben. Er war leblos am Grund des Nichtschwimmerbeckens gefunden worden.

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Der Nichtschwimmerteil des Beckens im Langenburger Freibad befindet sich vorne rechts im Bild. Er ist mit einem Seil von dem Teil des Beckens abgetrennt, der den Schwimmern vorbehalten ist.  Foto: 
Der Bub hielt sich mit seiner Mutter und seiner zwölfjährigen Schwester in dem Freibad auf. Gegen 18 Uhr machten badende Kinder die Schwester des Jungen auf ihren Bruder aufmerksam, der reglos am Boden des Beckens lag. Das Mädchen holte ihren Bruder nach oben und wurde dann von Erwachsenen unterstützt.

Die beiden Bademeister begannen mit der Wiederbelebung; sie wurden später von Kräften des Rettungsdienstes abgelöst. Weil sowohl die Besatzung der Rettungswache in Blaufelden als auch die der Rettungswache in Crailsheim bereits anderswo im Einsatz waren, setzte die Leitstelle einen Rettungswagen aus Künzelsau und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Hall in Marsch. Gleichzeitig alarmierte die Leitstelle die DRK-Bereitschaft Gerabronn, deren Helfer nach Angaben von DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Amend zwölf Minuten nach dem Notruf vor Ort eintrafen.

Ebenfalls alarmiert wurde der Rettungshubschrauber Christoph 27 aus Nürnberg, der um 18.17 Uhr in Langenburg landete. Der Rettungshubschrauber brachte das Kind schließlich in eine Klinik nach Erlangen.

Bis zu 1,35 Meter tief

Wie das Kind in das Becken geraten ist, was dort passiert ist und wie lange das Kind unter Wasser war, ist derzeit noch unklar. Keine gesicherten Erkenntnisse gibt es zur Frage, an welcher Stelle sich der Junge genau befand und wie tief das Wasser ist, in dem er lag. Im Nichtschwimmerteil des Beckens reicht die Wassertiefe von 30 Zentimetern bis 1,35 Meter.

Das Freibad war am Sonntag gut besucht. Nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Class wurden während des ganzen Tages rund 1700 Besucher gezählt. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Badeunfalls im Freibad aufgehalten haben, ist jedoch nicht bekannt. Der Wachdienst war an diesem Tag mit zwei Personen besetzt, einem ehrenamtlichen Helfer der DLRG-Ortsgruppe Gerabronn und einem Angestellten der Stadt Langenburg, der auch über eine Ausbildung als Rettungssanitäter verfügt.

UPDATE - Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Aalen am 7. Juli:

 
Der Junge, der im lebensbedrohlichen Zustand im Nichtschwimmerbecken gefunden wurde, ist am Dienstagmorgen im Universitätsklinikum Erlangen gestorben. Sowohl die Staatsanwaltschaft Ellwangen als auch die Kriminalpolizei Schwäbisch Hall haben die Ermittlungen aufgenommen.

Bereits am Dienstag wurde in der Schule, welche die Schwester des Opfers besucht, darüber informiert, dass der Junge gestorben sei.

Vierjähriger Bub nach Badeunfall in Langenburg gestorben
 
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