Trittbrettfahrer zu Messerattacke in Rothenburg droht dem Haller Job-Center

Das Tötungsdelikt im Jobcenter in Rothenburg hat in Schwäbisch Hall eine Trittbrett-Aktion hervorgerufen. Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung bedauerte ein Schreiber, dass er "[in Rothenburg] nicht dabei war" und dass er "dasselbe bald in Hall machen wolle".

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Das HOHENLOHER TAGBLATT reagierte auf die Drohung und löschte den Kommentar kurze Zeit später von seiner Facebook-Seite. Über einen Besucher der Fanseite wurde die Nachricht beim Jobcenter in Schwäbisch Hall bekannt. Dort reagierte man prompt und alarmierte die Polizei. Die Polizei vertiefte einerseits beim Jobcenter die abgesprochenen Verhaltensmuster bei Übergriffen von Kunden auf Mitarbeiter und ergriff andererseits gleichzeitig Maßnahmen, um den Urheber der Drohung im Netz zu ermitteln.

Als diese Ermittlungen erfolgreich waren, wurde festgestellt, dass es sich um eine Urheberin handelte. Die Schwäbisch Haller Kriminalpolizei trat umgehend mit der 33-jährigen Frau aus dem Raum Schwäbisch Hall in Kontakt. Der über die weitreichenden Folgen ihrer Veröffentlichung überraschten Frau wurden die Konsequenzen ihres Handelns aufgezeigt und ihr eröffnet, dass gegen sie wegen des Verdachts der Bedrohung und der Androhung von Straftaten ermittelt wird. Nach den derzeitigen Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft bestand im Zuge der veröffentlichten Drohung nie eine tatsächliche Gefahr für die bedrohten Mitarbeiter des Jobcenters.

Ein Toter bei Messerangriff im Jobcenter Rothenburg


 
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