Wehe, wenn die Narren los sind!

Wo ausgelassen Fasching gefeiert wird, wird oft kein Getränk ausgelassen - und entsprechend viel zu tun hat die Polizei. Beispiel Ellwangen: Ein kleines Narrenprotokoll zum Faschingsdienstag.

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16.10 Uhr: Zwei stark betrunkene 16-jährige Mädchen mit jeweils einer Wodkaflasche in den Händen werden in der Adelberggasse aufgegriffen. Die Polizei leert die Flaschen aus, die Mädchen kommen ins Krankenhaus.

17.45 Uhr: Ein 17-Jähriger bekommt in der Spitalstraße einen Kopfstoß ab und verletzt sich leicht. Er hat einen Streit zwischen zwei Personen schlichten wollen. Dessen Ursache: Vermutlich ein Rempler durch einen 26-Jährigen, der dann auch per Kopf zustößt. Er hat deutlich mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Auch die anderen Beteiligten sind betrunken. Die Polizei nimmt den 26-Jährigen mit und übergibt ihn an seinen Vater.

Kurz nach 20 Uhr: Es wird Anzeige gegen einen 22-jährigen Mann erstattet. Er soll eine 18-Jährige in der Schmiedstraße beleidigt haben. Als die Polizei eintrifft, ist der junge Mann gerade aus einer Gaststätte in der Nähe geworfen worden. Die Beamten kontrollieren ihn, er versucht wegzulaufen, wird festgehalten, wehrt sich heftig - und bekommt schließlich Handschellen angelegt. Der Mann beleidigt die Polizisten. Weil er sich nicht beruhigen lässt und bei ihm ein Alkoholwert von mehr als zwei Promille festgestellt wird, ordnet der zuständige Richter an, ihn zur "Störungsbeseitigung" in Polizeigewahrsam zu nehmen. Gegen den Mann wird wegen Beleidigung und Widerstands ermittelt.

20.30 Uhr: Ein 21-jähriger Mann verletzt sich, als er von einem 19-Jährigen zu Boden geworfen wird und in einer Scherbe landet. Die Polizei ermittelt: Die beiden haben sich einen Wettkampf geliefert, wer wohl die bessere Kampftechnik beherrscht. Der Werfer hat rund zwei Promille Alkohol im Blut. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

20.40 Uhr: Ein Kinderheim teilt mit, dass zwei 12 und 13 Jahre alte Mädchen nicht zurückgekommen sind. Die Polizei nimmt die Suche auf.

21 Uhr: Eine Polizeistreife in der Marienstraße wird angesprochen: Eine 26-jährige Frau gibt an, ein zunächst Unbekannter habe sie gegen ihren Willen am Po berührt. Sie habe den Mann zurückgewiesen, ihr Bruder habe sie dabei unterstützt, woraufhin der Mann weggegangen sei. Zu weiteren Vorfällen sei es nicht gekommen. Beim nächsten Einsatz gegen 22 Uhr wird ein 18-Jähriger angetroffen, der im Verdacht steht, die als sexuelle Beleidigung aufgenommene Tat begangen zu haben. Gegen ihn wird jetzt ermittelt.

Kurz vor 22 Uhr: In der Marienstraße sind syrische und deutsche Männer aufeinander losgegangen. Es gibt zwei Verletzte. Die Polizei nimmt zahlreiche Personalien auf. In der Nacht kann nur ermittelt werden, dass ein bislang Unbekannter einen im Gesicht blutenden 36-jährigen Mann mit einem Schlagring malträtiert haben soll. Ein 18-Jähriger aus der anderen Gruppierung wird mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus verbracht. Keiner der Verletzten kann zu diesem Zeitpunkt Angaben zu den Tätern machen.

Kurz nach 22 Uhr: Auf dem Polizeirevier erstattet eine 42-jährige Frau Anzeige, weil sie gegen 21.50 Uhr in der Marienstraße zu Boden gestoßen worden sei und sich dabei eine leichte Verletzung an der Hand zugezogen habe. Sie äußert einen Tatverdacht gegen zwei Personen, die sie als Ausländer in weißen Muskelshirts beschreibt. Aufgrund der genannten Tatzeit und des genannten Tatorts sieht die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit der zuvor geschilderten Auseinandersetzung. Auch bei der Anzeigeerstatterin wird eine Alkoholüberprüfung durchgeführt - und ergibt einen Wert von rund 1,8 Promille.

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