Zweite Ampel in Untermünkheim

Eine Ampel in der Hohenloher Straße in Untermünkheim, mobile Hindernisse in der Suhlburger Straße und mehr Kontrollen in Übrigshausen: Problempunkte im Straßenverkehr werden angegangen.

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In der Hohenloher Straße in Untermünkheim soll eine weitere Ampel aufgestellt werden. Sie soll den Fußgängern, die vom geplanten Wohngebiet (rechts; neue Einfahrt) kommen, ein sicheres Überqueren ermöglichen. Foto: Ufuk Arslan

Der Verkehrsausschuss, in dem das Landratsamt, die Verkehrspolizei und die Gemeinde mitwirken, hat Ende Januar 18 Straßenflächen in der Gemeinde Untermünkheim in Augenschein genommen. Einige Anregungen der Bürger und der Gemeindeverwaltung fanden Zuspruch, etliches wurde aber auch abgelehnt.

Eichelbergweg/Seewiesen: Die Anwohner in beiden Straßen sollen befragt werden, ob dort ein verkehrsberuhigter Bereich gewünscht wird. Bei einer Enthaltung stimmte die Mehrheit der Gemeinderäte dafür. "Eine Spielstraße bedeutet aber auch, dass Kinder Vorrang haben und Parken nur auf ausgewiesenen Flächen möglich ist", wies Bürgermeister Christoph Maschke auf die Nachteile hin, "auch das Parken am Straßenrand ist dann nicht möglich - das muss man deutlich sagen."

Übrigshausen: Rund um die Kirche komme es immer wieder zu Behinderungen durch geparkte Autos, hatte die Firma Röhler kritisiert. Eine Prüfung ergab, dass dies dann der Fall ist, wenn dort Beerdigungen anstehen. Damit die Busse dort ungehindert fahren können, wird bei Beerdigungen ein Parkverbotsschild aufgestellt.

Bundesstraße 19: In der Hohenloher Straße in Untermünkheim (B 19) soll eine Fußgängerampel aufgestellt werden. Über diese sollen die Bewohner des neuen Baugebiets Auäcker III leichter zur Ortsmitte gelangen. Sie soll frühestens 2014 stehen. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. "Das ist eine wesentliche Verbesserung für die Fußgänger", freute sich Maschke. Gemeinderat Peter Busch regte an, dass die Schaltung der Ampel mit der im Ort koordiniert werden soll. Zudem soll die Ampel in der Hohenloher Straße noch in diesem Jahr auf LED-Technik umgestellt werden.

Hohenloher Straße: Vor der Metzgerei Wieland werden immer wieder Autos über längere Zeit abgestellt - obwohl die Parkplätze dort den Kunden zur Verfügung stehen sollen. Die Verkehrsschau befürwortete die Aufstellung eines Schildes. Es soll darauf hingeweisen, dass zwischen 8 und 18 Uhr das Parken auf eine Stunde beschränkt ist. "Wer kontrolliert das?", gab es einen Zwischenruf aus dem Gremium. Geht nicht, meinte Maschke, "dann müssten wir einen Ordnungsbeamten einstellen." Munter gab es Vorschläge aus dem Gremium, wer sonst noch kontrollieren könnte: "Ein Feldschütz", etwa oder "der Feuerwehrkommandant solls machen". Martin Munz, Feuerwehrkommandant in Untermünkheim, saß hinter den Räten bei den Zuhörern und schmunzelte.

Suhlburger Straße Dort wird häufig zu schnell gefahren - darauf hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Anwohner und Gemeinderäte hingewiesen. Das Aufstellen von Betonringen zur Verringerung der Geschwindigkeit wurde abgelehnt. Auf Empfehlung der Verkehrsschaukommission werden mobile Hindernisse aufgestellt - allerdings nur zwei statt vier.

Weinbrenner- und Suhlburger Straße: Entlang beider Straßen soll der Kocher-Jagst-Radweg besser gekennzeichnet werden. Deshalb hat die Gemeinde beantragt, diesen Abschnitt ins Radwegeprogramm des Landratsamts aufzunehmen. Die vorgeschlagene Radwegmarkierung wird von der Verkehrskommission als problematisch angesehen.

Übrigshausen: Am Ortseingang (von Brachbach kommend) fahren viele Verkehrsteilnehmer zu schnell. Gemeinderat Hartmut Stenzel wies darauf hin, dass trotz einer mobilen Geschwindigkeitsanzeige dort zig Fahrzeuge mit mehr als 90 Stundenkilometern gemessen worden sind. Ein Drittel der gemessenen Fahrzeuge fuhr über 60 km/h. Entlang der Straße hat die Gemeinde den Schulweg ausgewiesen. Unhaltbar hält Stenzel deshalb die Entscheidung der Kommission, dort nur mit einer Geschwindigkeitsanzeigetafel auf die Überschreitungen zu reagieren. Auf Vorschlag von Gemeinderat Peter Busch will sich nun Bürgermeister Maschke dafür einsetzen, dass ein "Geschwindigkeitstrichter" installiert wird: Vor dem Ort soll ein Schild mit dem Hinweis auf maximal 70 Stundenkilometer aufgestellt werden, so dass die Fahrer angehalten werden, langsamer zu fahen.

Kupfer-Wittighausen: Genehmigt wurde, dass am künftigen Feldweg Kupfer-Wittighausen ein Schild "Landwirtschaftlicher Verkehr frei" angebracht wird.

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